Sport : „Für Stevens gespielt“

Pal Dardai über Trainer und Siege

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Herr Dardai, reden Sie wieder mit uns?

Ja, natürlich.

Das hat das Team eine Woche nicht getan.

Ja, weil wir uns über die Medien geärgert haben. Also haben wir gesagt: Hey, wir halten jetzt die Klappe. Alle Kritik richtete sich gegen Stevens, jeden Tag, der war an allem schuld. Das war nicht fair. Ich habe gedacht, der Trainer muss einen Herzinfarkt kriegen! Dabei ging es um uns: die Mannschaft.

Die hat Ihrem Trainer heute geholfen.

Wir haben für den Trainer gespielt, na klar. Wir haben endlich konzentriert gearbeitet, die Abstimmung klappte. Rostock hatte keine Chance. Wir sind glücklich.

Wie war die Stimmung vor dem Anpfiff?

Komisch. So nervös. Ich habe sogar eine Fliege in der Kabine gehört. Bssssssst.

Und nach dem Abpfiff?

Es war erlösend. Aber ich bin jetzt müde, körperlich und im Kopf. Ich will zu meiner Familie. Die Situation ist sehr anstrengend.

Am Dienstag geht es wieder nach Rostock.

Ja, und wir müssen wieder gewinnen, wieder für den Trainer spielen. So wie heute.

Aufgezeichnet von André Görke.

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