Sport : Für Sven Ottke nie ein Problem

Nach klarem Punktsieg über Krajnc bleibt er Boxweltmeister

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Magdeburg (Tsp). Sven Ottke bleibt BoxWeltmeister der Verbände IBF und WBA im Supermittelgewicht. Der 36-jährige Berliner mit Wohnsitz Karlsruhe bezwang in der Magdeburger Bördelandhalle seinen Herausforderer Armand Krajnc aus Schweden in einem beherzten und temporeichen Kampf über zwölf Runden klar nach Punkten. Die Wertungen lauteten 120:110, 120:108 und 119:109.

„Er ist ein robuster und stabiler Gegner, es wird keine leichte Aufgabe für mich“, hatte Ottke vor dem Fight gesagt. „Ich darf auf keinen Fall in den ersten Runden leichtsinnig sein.“ Krajnc ging davon aus, dass er den Lokalmatador nicht nach Punkten besiegen konnte: „Ich muss ihn k.o. schlagen. Aber wenn meine Rechte richtig einschlägt, ist es mit Ottke vorbei.“ Der Titelverteidiger Ottke hatte vor dem Kampf erklärt: „Ich darf ihn nicht an mich herankommen lassen. Aber ich bin sehr gut in Schuss.“

Das war auch schon früh zu sehen. Krajnc, Sohn slowenischer Eltern, ging zwar entsprechend seinem Vorhaben mutig zu Werke und deutete auch immer wieder seinen gefährlichen Aufwärtshaken an, kam aber nur selten zu den von ihm erhofften guten Treffern. Schon nach den Anfangsrunden lag der Titelverteidiger nach Punkten klar vorn. Mit „Svenni, Svenni“-Sprechchören feuerten die Magdeburger Fans Ottke immer wieder an und forderten „Hau ihn um“. Doch am Ende waren sie auch mit dem hohen Punktsieg zufrieden und sangen „Oh, wie ist das schön.“

Ottke verteidigte seine Titel im Supermittelgewicht bereits zum 21. Mal, zum achten Mal in der Bördelandhalle. „Die Leute sind hier superlieb“, sagte Ottke. Auch gestern Abend war die Halle mit 8000 Zuschauern wieder ausverkauft.

Sein sechs Jahre jüngerer Gegner Krajnc war bereits zwischen November 1999 und Juni 2002 Titelträger des Verbandes WBO. „Ein Gürtel war gut, zwei sind besser“, sagte der Schwede. Für Krajnc standen vor dem Kampf gegen Ottke in 31 Fights zwei Niederlagen zu Buche, er schlug seine Gegner nicht weniger als 21-mal k.o. Gestern allerdings musste er seine dritte Niederlage hinnehmen. Sven Ottke war für ihn eine Nummer zu groß.

Ottke, der all seine 34 Kämpfe gewonnen hat und sechsmal vorzeitig siegte, träumt unterdessen von einem weiteren ganz großen Auftritt: „Ein Kampf in der Berliner Waldbühne wäre wirklich klasse.“ Die Arena war traditioneller Schauplatz von großen Kämpfen deutscher Box-Legenden. Dort hatte auch Max Schmeling geboxt und 1948 seinen Rücktritt erklärt.

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