Fürth - Dortmund 1:6 : Sechs BVB-Tore für Mourinho

Borussia Dortmund gewinnt beim Schlusslicht Greuther Fürth vor den Augen von Real-Trainer Jose Mourinho locker mit 6:1 und feiert den höchsten Bundesliga-Auswärtssieg der Vereinsgeschichte.

Der BVB hatte keine Probleme beim Schlusslicht in Fürth und gewann locker mit 6:1.
Der BVB hatte keine Probleme beim Schlusslicht in Fürth und gewann locker mit 6:1.Foto: dpa

Fürth - Bis zum Schlusspfiff ist José Mourinho nicht geblieben. Tore sah der Startrainer von Real Madrid beim höchsten Bundesliga-Auswärtssieg des entthronten Deutschen Meisters Borussia Dortmund aber reichlich. Durch das lockere 6:1 (5:0) festigte der BVB eineinhalb Wochen vor dem Halbfinale in der Champions League gegen die Spanier seinen zweiten Platz hinter Bayern München. Für das zu Hause immer noch sieglose Schlusslicht Fürth bedeutete die Schlappe in der mit 18 000 Zuschauern ausverkauften Arena die höchste Niederlage in seiner kurzen Liga-Geschichte.

Je zweimal Mario Götze und Ilkay Gündogan sowie Jakub Blaszczykowski sorgten schon zur Pause für eine klare Sache. „Es war beeindruckend, wie meine Mannschaft in der ersten Halbzeit aufgetreten ist“, sagte der Dortmunder Trainer Jürgen Klopp. Robert Lewandowski steuerte den sechsten Treffer zum Kantersieg bei, der bei weiteren Großchancen noch höher hätte ausfallen können. Kein Vergleich zum Pokalspiel vor Jahresfrist, als Dortmund erst kurz vor Ende der Verlängerung durch ein Tor von Gündogan den Final-Einzug perfekt gemacht hatte. Für die Franken gelang Edgar Prib lediglich der Ehrentreffer.

„In der ersten Halbzeit sind wir nach allen Regeln der Kunst vermöbelt worden. Wir hatten in keiner Phase Zugriff auf den Gegner“, sagte Fürths Coach Frank Kramer. „Das hat teilweise etwas mut- und hilflos ausgesehen.“ 6:1 – damit stellte der BVB seinen Rekord in der Fremde ein. Mit dem gleichen Ergebnis hatten die Dortmunder in ihrer Bundesliga-Geschichte zweimal beim 1. FC Köln (25. März 2012 und 23. August 1994) gewonnen.

Großartige Erkenntnisse dürfte Mourinho einen Tag nach der Auslosung des Halbfinales in der Champions League (24. und 30. April) nicht gewonnen haben. Dazu waren die Fürther als Gegner für den BVB einfach nicht gut genug. „Jeder hat seine eigene Spielvorbereitung“, sagte Jürgen Klopp. Er werde jedenfalls nicht zur Beobachtung nach Spanien reisen. Mourinhos Anwesenheit in Fürth schien ihn eher zu amüsieren. „Bruce Willis kommt aus Idar-Oberstein und Mourinho war in Fürth“, sagte Klopp im Fernsehinterview, „Sachen gibt’s.“ (dpa)

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