Fürth - Gladbach 2:3 : Gladbach dreht Spiel in Überzahl

Greuther Fürth hat den ersten Heimsieg in der Fußball-Bundesliga erneut verpasst. Trotz zweimaliger Führung mussten sich die Gastgeber am Ende zu neunt Borussia Mönchengladbach geschlagen geben.

Tony Jantschke (o.) scheint sich mehr über den Ausgleichstreffer von Oscar Wendt zu freuen als der Torschütze selbst. Aber der dachte vielleicht noch an seinen Fehler vor dem 0:1-Rückstand. Gladbach gewann letztlich 3:2 gegen neun Fürther.
Tony Jantschke (o.) scheint sich mehr über den Ausgleichstreffer von Oscar Wendt zu freuen als der Torschütze selbst. Aber der...Foto: dpa

Mit einem Sieg gegen glücklose Fürther ist Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga wieder in Schlagdistanz zu den internationalen Tabellenrängen. Die Elf von Lucien Favre jedoch hatte große Probleme gegen engagierte Fürther, die 80 Minuten in Unterzahl spielten. „Wenn du in Überzahl spielst, kann es sein, dass du dich schwer tust“, sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl. „Die Punkte sind ein großer Schritt nach vorne und tun sehr gut.“. Drei Tage nach dem Europa-League-Match in Marseille katapultierte der Jubiläumserfolg die „Fohlen“ auf Platz acht. Die SpVgg Greuther Fürth wartet dagegen weiterhin auf den ersten Heimsieg in der Bundesliga und droht im Abstiegskampf schon früh den Anschluss zu verlieren. Dem Neuling fehlen nun vier Zähler zum VfL Wolfsburg auf dem Relegationsrang.

Bernd Nehrig hatte die Franken nach zehn Minuten per Strafstoß in Front gebracht, bevor Thomas Kleine von Schiedsrichter Peter Gagelmann kurz darauf vom Platz gestellt wurde. Trotzdem brachte Edgar Prib die Gastgeber kurz vor der Halbzeit erneut in Führung. Oscar Wendt und Martin Stranzl glichen den zweimaligen Rückstand aus, ehe Patrick Herrmann die Partie per Kopf drehte. In der Nachspielzeit traf Thorben Marx vom Elfmeterpunkt zum Endstand. Bei den Fürthern sah dann Milorad Pekovic noch Gelb-Rot. Der Aufsteiger wartet somit weiterhin auf seinen ersten Bundesliga-Heimsieg.

Fürths Mergim Mavraj brachte es auf den Punkt: „Das 4:2 erzählt nicht die ganze Geschichte.“ 18.000 Zuschauer sahen einige strittige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. „Auch für die Schiedsrichter sind wir das kleine Fürth. Fehlentscheidungen gegen uns schlagen eben nicht so hohe Wellen wie gegen eine Mannschaft wie Gladbach“, beklagte sich Mavraj. (dapd)

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