Fürth - Wolfsburg 0:1 : Fürth wartet weiter auf den Heimsieg

Zu Hause klappt's einfach nicht: Die SpVgg Greuther Fürth unterliegt dem VfL Wolfsburg im Heimspiel mit 0:1 und bleibt Tabellenletzter

Kopf hoch: Der Fürther Trainer Mike Büskens (r.) muntert nach der Niederlage seinen Spieler Matthias Zimmermann auf.
Kopf hoch: Der Fürther Trainer Mike Büskens (r.) muntert nach der Niederlage seinen Spieler Matthias Zimmermann auf.Foto: dpa

Der VfL Wolfsburg hat Greuther Fürth den nächsten schweren Hieb im Bundesliga-Abstiegskampf versetzt. Ohne viel Glanz und Spielwitz gewannen die Niedersachsen beim abgeschlagenen Schlusslicht der deutschen Fußball-Bundesliga am Samstag mit 1:0 (1:0) und machten selbst einen Schritt Richtung Tabellenmittelfeld. Im elften Heimspiel der Saison war es für die Franken schon die achte Niederlage.

Engagiert und leidenschaftlich stemmten sich die Fürther den Wolfsburgern entgegen – wie schon so oft ließen sie in den entscheidenden Momenten aber Cleverness und Abgeklärtheit völlig vermissen. Dem auswärtsstarken VfL reichte so eine abgezockte Vorstellung und ein Tor des Niederländers Bas Dost, um mit drei zusätzlichen Punkten den langen Heimweg antreten zu können.

Unter der Woche hatte sich Wolfsburg noch im Test gegen den ambitionierten Viertligaklub KSV Hessen Kassel aufgewärmt. Gegen den Südwest-Regionalligisten gewann das Team von Trainer Dieter Hecking 7:0. Vor allem Diego agierte gefährlich. Der 27-Jährige war es auch, der gegen Fürth links wie rechts zu finden war. Allerdings verzettelte er sich zu oft in den Zweikämpfen, zu selten kamen seine filigranen Pässe bei den Teamkollegen an. Als es einmal in vorbildlicher Manier klappte, durften sich die Gäste prompt über die Führung freuen: Diegos Steilpass nahm der Portugiese Vieirinha auf und spielte weiter zu Dost, der aus kurzer Distanz einschoss.

Pech hatte Diego mit einem Freistoß auf die Oberkante der Latte schon in der 11. Minute. Unmittelbar vor der Pause scheiterte er dann an Fürths Keeper Wolfgang Hesl. Die Offensivbemühungen der Fürther waren zwar mit einem enormen Aufwand und lautstarker Unterstützung der 15 045 Anhänger auf den Tribünen verbunden – aber sie blieben völlig erfolglos. Früh vergab der kampfstarke neue Defensivmann Jozsef Varga eine Top-Möglichkeit. In der Folge vergaben auch Lasse Sobiech, Gerald Asamoah, Felix Klaus und Nikola Djurdjic gute Möglichkeiten.

Immerhin an Einsatz mangelte es den Fürthern nicht – ganz besonders galt das für Stürmer Djurdjic, der die Spielvereinigung in der Vorwoche beim 2:1 bei Schalke 04 noch zum überraschenden zweiten Saisonsieg geschossen hatte. In seinen Duellen mit Wolfsburgs Torwart Diego Benaglio aber verzweifelte der 26-Jährige immer wieder. Kurz nach der Pause verpasste er bei seinen beiden besten Chancen erneut den möglichen Ausgleich. Auch deshalb wurde es nichts mit dem ersehnten ersten Heimerfolg. (dpa)

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