Sport : Funk als Torwart beim Training vor dem Spiel gegen Krefeld

Claus Vetter

Torwart Andrej Mezin kam erst gar nicht, Doug Derraugh saß schon wieder im Auto, als gestern Vormittag Trainer Michael Komma bei den Capitals zum Training bat. Anstelle von Mezin schlüpfte Physiotherapeut Franz Funk ins Torwartkostüm. Trotzdem wird es heute im Heimspiel gegen die Krefelder Pinguine (19.30 Uhr, Eissporthalle) auf dem Eis kein Wiedersehen mit dem einstigen Schlussmann des Berliner Schlittschuh-Clubs geben. Funk wird wie immer hinter der Bande stehen, dort wird Junioren-Torwart Lennard Taddiken als zweiter Keeper hinter David Berge Platz nehmen. Vorausgesetzt natürlich, Mezin hat seine Erkältung bis dahin nicht auskuriert.

Auch wenn der Weißrusse, der zuletzt im Derby bei den Eisbären einmal mehr den Beweis seiner Klasse ablieferte, nicht spielen sollte, Komma wäre nicht bange vor der heutigen Aufgabe. Man habe auch schon zuletzt mit Ausfällen leben müssen, meint der Trainer der Capitals. Derraugh (Muskelfaserriss) wird für zwei Wochen ausfallen, zudem plagt sich Heinz Ehlers mit einer Zerrung. Der Däne wird wohl auch passen müssen.

Nach der heutigen Partie gegen die Krefelder Pinguine, einem Mitbewerber der Berliner um die ersten vier Plätze, folgen für die Capitals zwei schwere Auswärtsspiele. Am Sonntag in Mannheim und Dienstag warten die Nürnberg Ice Tigers. "Das macht nichts, wir sind die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga", sagt Komma. Trotzdem baut der Trainer im Endspurt der Hauptrunde auf die Heimstärke seiner Spieler. Zwischen dem 18. und 29. Februar dürfen die Capitals gleich fünf Mal hintereinander in eigener Halle antreten. So richtig glücklich ist Komma über die Planung der Ligenleitung nicht. "Das kostet uns Zuschauer und damit Geld. Aber was soll es, wir müssen es so nehmen, wie es kommt."

Substanziellere Probleme als die Capitals hat hingegen die Konkurrenz aus Hohenschönhausen. Der Kampf um den Einzug in die Play-offs geht heute für die Eisbären in Nürnberg weiter, die vier Punkte hinter den Berlinern sind. Das zweite wegweisende Spiel unter dem neuen Trainer Kent Forsberg. Aufstellungssorgen hat der Schwede indes nicht. Godynyuk ist ebenso dabei wie Bullard, der aus Kanada zurückkehrte.

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