Sport : Fussball-Aktien: Das große Risikogeschäft

43 Fußballvereine in Europa sind derzeit an der Börse notiert. Allein in England gibt es Aktien von 24 Klubs. Jüngst hat auch Borussia Dortmund nachgezogen. Die Aktionäre träumen vom großen Gewinn, überlegen sich derzeit aber, ob sie nicht auf einen Albtraum zusteuern. Denn noch behalten die Bären - an der Börse Synonym für Pessimisten - die Oberhand. Nur wenige Vereine machen Gewinn. Einzige Ausnahme: Manchester United. Aber ManU ist selbst in England einzigartig. Der Bloomberg-Footballindex, der die Aktien der börsennotierten englischen und schottischen Vereine zusammenfasst, ist seit März 2000 von 320 auf 210 Punkte gefallen. Zu viel hängt von sportlichen Zufällen ab. Aber auch die Raffgier der Klubs mindert den Gewinn. Viele Vereinen überschulden sich, weil sie unbedingt Erfolg wollen. Wenn ein Team verliert, fällt der Kurs am nächsten Handelstag im Schnitt um 1,4 Prozent. Nach einem Sieg steigt er um durchschnittlich ein Prozent. Mittlerweile löst der Aktienhandel der Fußballklubs schon kuriose Reaktionen aus: Dortmunds Torhüter Jens Lehmann wehrte sich mit einem ungewöhnlichen Brief gegen eine drohende Sperre. Die Strafe, schrieb er dem Deutschen Fußballbund, könnte einen Wertverlust der BVB-Aktie auslösen.

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