Sport : Fußball am Wochenende: Radikalkur bei den Münchner Löwen bleibt erfolglos

Schalke 04 hat den Sprung an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga verpasst. Mit einem 2:0 (0:0) beendete der VfL Wolfsburg eine Serie von drei Pflichtspielsiegen der Königsblauen in Folge. Der Sieg der Wolfsburger durch Tore von Thomßen und Akonnor hätte durchaus höher ausfallen können.

Die Gastgeber waren nach der Pokalpleite gegen den Zweitligisten MSV Duisburg vor 17 216 Zuschauern im VfL-Stadion um Wiedergutmachung bemüht. Durch geschickte Raumaufteilung im Mittelfeld und schnelles Spiel nach vorne kam der VfL bereits in der Anfangsphase zu zahlreichen Torchancen, so traf Maric mit einem Kopfball nur den Pfosten. Die Gäste kamen dagegen kaum zur Entfaltung. Die wenigen Entlastungsangriffe der Westdeutschen endeten zumeist schon Mitte der gegnerischen Hälfte. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der VfL tonangebend. Erneut scheiterte Maric am Schalker Torpfosten, ehe dann auch die Tore fielen.

Tief in der Krise steckt der VfB Stuttgart. Die Schwaben verloren nach einer weitgehend indiskutablen Leistung mit 0:2 (0:1) gegen Borussia Dortmund - die erste Saison-Heimniederlage. Dede per Freistoß (5.) und Stevic per Foulelfmeter (64.) sorgten für den vierten Sieg der Westfalen auf fremdem Platz. Stuttgart spielte im ersten Durchgang erschreckend schwach, die Mannschaft wirkte verunsichert. Auch Führungsspieler wie der von Trainer Ralf Rangnick wieder begnadigte Krassimir Balakow, Abwehrchef Zvonimir Soldo oder Pablo Thiam waren von der Rolle. Kaum eine Kombination gelang. Die Dortmunder trugen zu dem niveaulosen Kick jedoch ebenso bei: Die 1:2-Pokalniederlage gegen Schalke 04 steckte wohl noch in den Köpfen. Auch Fredi Bobic, an seiner alten Wirkungsstätte nach Verletzungen erst zum fünften Mal im Einsatz, blieb blass. Folgerichtig wechselte ihn Trainer Sammer nach einer Stunde aus.

Auf Erfolgskurs bleibt Aufsteiger 1. FC Köln, Uefa-Teilnehmer München 1860 stürzt hingegen immer tiefer in den Tabellenkeller. Die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen feierte mit dem 4:0 (1:0)-Erfolg über die Münchner Löwen bereits den vierten Sieg in Folge, ist nun seit sechs Spielen ungeschlagen. 1860 ist dagegen nunmehr seit neun Spielen ohne Sieg. Vor 30 000 Zuschauern im Müngersdorfer Stadion erzielten Kurth (42.), Arweladse (65.), Lottner (67.) und Springer (76.) die Treffer zum verdienten 4:0-Erfolg.

Drei Tage nach der bitteren 0:5-Pleite im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum berief 1860 Münchens Trainer Werner Lorant gleich fünf neue Spieler in die Startelf, unter ihnen auch Torhüter Michael Hofmann und erstmals in dieser Saison von Beginn an auch den routinierten Torjäger Bernhard Winkler. Die Kölner ließen sich von Lorants Radikalkur nicht irritieren und setzten die Gäste von Beginn an unter Druck. Allein Mittelfeldspieler Springer hatte in der Anfangsviertelstunde vier gute Möglichkeiten. Die Münchner versuchten vor der Pause nur, Tempo aus der Partie zu nehmen und das Spiel in die Breite zu ziehen. Spielmacher Thomas Häßler hatte Pech mit einem Pfostenschuss (39.). Die Kölner nutzten die sich bietenden Chancen gegen eine unsichere 1860-Abwehr konsequent aus. Auf Seiten der Münchner war lediglich Häßler um Produktivität bemüht.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben