Sport : Fußball-Bundesliga: Kaiserslautern setzt durch ein 2:1 Siegesserie fort

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich mit einem 2:1 (2:0) bei Werder Bremen endgültig ins Bundesliga-Titelrennen eingemischt. Drei Tage nach dem Einzug ins Uefa-Cup-Halbfinale feierten die Pfälzer dank zweier Tore des Tschechen Vratislav Lokvenc (11./39.) ihren sechsten Pflichtspiel-Sieg in Folge und kletterten auf den dritten Platz. Dagegen sind für die Bremer, für die Andreas Herzog (58.) den Anschlusstreffer markierte, nach der zweiten Niederlage in Folge die Hoffnungen auf die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb in weite Ferne gerückt. Vor 29 250 bitter enttäuschten Zuschauern gipfelte Werders Unvermögen in einem von Ailton in der 22. Minute verschossenen Foulelfmeter.

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Bei beiden Treffern von Lokvenc leistete der Luxemburger Jeff Strasser, den Torsten Frings überhaupt nicht zu bremsen verstand, mit klugen Pässen die Vorarbeit. Einen weiteren Treffer von Lokvenc erkannte Schiedsrichter Franz-Xaver Wack wegen eines angeblichen Fouls des Tschechen an seinem überforderten Gegenspieler Frank Baumann nicht an. Die Bremer agierten bei allem Bemühen weit umständlicher als die geradlinigen Pfälzer.

Mit einem Doppelwechsel in der 57. Minute versuchte Trainer Thomas Schaaf, sein Team aus der Lethargie zu holen. Schon eine Minute später zahlte sich die Maßnahme aus, als der eben eingewechselte Ivica Banovic Herzog in Szene setzte und der Österreicher den Anschluss erzielte. Schlagartig änderten sich die Kräfteverhältnisse auf dem Feld: Bremen drückte auf den Ausgleich, Kaiserslautern stemmte sich mit letzter Kraft dagegen.

Mit einem torlosen Unentschieden haben sich die SpVgg Unterhaching und der VfB Stuttgart nicht für einen Verbleib in der Bundesliga empfehlen können. Die Schwaben blieben zwar durch das 0:0 vor 12 000 Zuschauern im Hachinger Sportpark auch im vierten Spiel unter Trainer Felix Magath ungeschlagen, müssen aber ebenso wie die spielerisch enttäuschenden Münchner Vorstädter weiter um den Klassenerhalt bangen. Die größte Chance, im Keller-Derby beim Tabellennachbarn den ersten Auswärtssieg der Saison für den VfB perfekt zu machen, vergab Jens Todt (72.) mit einem Kopfball an die Latte.

In einer Partie ohne spielerische Höhepunkte blieben vor allem die Hachinger den Nachweis ihrer Erstliga-Tauglichkeit schuldig. Die nach dem 1:6-Debakel in Wolfsburg von Trainer Lorenz-Günter Köstner gleich auf fünf Positionen veränderte Mannschaft zog sich wie gewohnt vor heimischer Kulisse weit zurück und ließ einen kontrollierten Spielaufbau vermissen. Der VfB konnte allerdings aus dem Übergewicht im Mittelfeld kein Kapital schlagen. Das lag nicht zuletzt daran, dass Regisseur Krassimir Balakow durch die hautenge Bewachung des Ex-Stuttgarters Danny Schwarz aus dem Spiel genommen wurde. Für gelegentliche Gefahr sorgten allein die schnellen Vorstöße des früheren Unterhachingers Jochen Seitz auf der linken VfB-Seite.

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