Fußball-Bundesliga : Unsere Fragen an den 11. Spieltag

Das neue Karnevalstrikot des 1. FC Köln - ein Scherz? Gras fressen beim FC Ingolstadt - nicht nötig? Und Felix Magath als Medium? Sie merken schon: es ist wieder Bundesliga.

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Schlechter Scherz? So sieht das diesjährige Karnevalstrikot der Kölner aus. Die FC-Fans hassen es.
Schlechter Scherz? So sieht das diesjährige Karnevalstrikot der Kölner aus. Die FC-Fans hassen es.Foto: dpa

Wem wird es zu bunt?

Für Horst Heldt läuft bekanntlich derzeit alles rund, der Schalker Sportvorstand hat deshalb Zeit, sich um Nebensächliches zu kümmern. Zuletzt äußerte sich Heldt zum Schuhwerk seiner Spieler: „Heutzutage sind die Farben bunt. Manchmal wünsche ich mir den guten alten schwarzen Schuh zurück.“ Auslöser seiner Kritik war das Pokal-Aus gegen Gladbach, bei dem mehrere Schalker ausgerutscht waren. Auch in dieser Hinsicht seien die alten Schuhe besser gewesen, sagte Heldt, „da konnte man auch mal etwas anderes drunterschrauben“. FadS meint: Mit runterschrauben kennt sich der Mann aus, große Erwartungen gibt es bei Schalke ja schon lange nicht mehr.

Wer liefert sich ein Wettrennen?

Das Berliner Olympiastadion hat schon viele große Leichtathleten wie Jesse Owens oder Usain Bolt erlebt. Am Samstag treffen nun zwei der lauffreudigsten Bundesliga-Teams in Berlin aufeinander – nur die Mannschaft von Mainz 05 ist noch mehr unterwegs als Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC. Und im Mittelfeld kommt es sogar zum Duell der Superlungen: Mit dem Berliner Vladimir Darida und Gladbachs Mahmoud Dahoud (Foto), die beide pro Spiel 13,1 Kilometer weit rennen, stehen sich die beiden laufstärksten Spieler der ganzen Bundesliga gegenüber.

Wer mag keine Stadionwurst?

Eigentlich niemand, ist laut WHO ja ohnehin krebserregend. Für den Ingolstädter Abwehrspieler Tobias Levels kommt Fleisch aber ohnehin nicht infrage. Der 28-Jährige hat seine Ernährung schon vor Jahren umgestellt. „Zum Frühstück weiche ich mir Buchweizen über Nacht ein und vermische ihn mit etwas Apfel, Banane, Sonnenblumenkernen, Leinsaat, etwas Zitrone, Zimt und Wasser“, hat er dem „Donaukurier“ nun erzählt. Für seine Mitspieler mixt er vor und nach dem Training grüne Smoothies. Das Problem: Wenn Trainer Ralph Hasenhüttl von seinen Spielern fordert, sie sollten „Gras fressen“, sagen die Ingolstädter Profis immer: „Wieso? Wir haben doch schon Gras getrunken!“

Wer hütet den Laden?

Die neuen Karneval-Sondertrikots des 1. FC Köln. Viele Fans reagierten fassungslos auf die Hemden, die den Uniformjacken des Karnevalscorps „Rote Funken“ nachempfunden sind. Im Fanforum der Kölner ist die Meinung einhellig: „Unterirdisch. Augenkrebs. Ach du Scheiße.“ Ein User sieht zumindest ein gewisses Drohpotenzial : „Stell dir vor, der FC ist Gegner und will dann das Trikot tauschen ...“

Und was macht Felix Magath?

Seinen Ruf als Guru festigen. Vom „Kicker“ wurde der 62-Jährige in der vergangenen Woche nach einer Prognose für das Pokalspiel zwischen Wolfsburg und FC Bayern gefragt. Magaths Weissagungen: a) eine „konzentrierte Leistung“ der Münchner, b) ein Sieg des FC Bayern ohne Verlängerung und Elfmeterschießen und c) ein Ergebnis von 1:3 aus Sicht der Wolfsburger. Mit allen drei Prophezeiungen lag Magath richtig. Und kann nun eine zweite Karriere als Astrologe/Augure/Medium starten, sollten die Angebote im Fußballgeschäft ausbleiben.

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