Fußball-Bundesliga : Unsere Fragen an den 32. Spieltag

Für Darmstadt geht im Auswärtsspiel bei Bayern München um das Wunder vom Klassenerhalt. Leipzig hingegen hofft auf den Champions-League-Platz.

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Wird Darmstadt den Klassenerhalt durch ein Wunder noch irgendwie schaffen?
Wird Darmstadt den Klassenerhalt durch ein Wunder noch irgendwie schaffen?Foto: Arne Dedert/dpa

Wer fühlt mit den Linienrichtern?

Waren das noch Zeiten, als Fans so romantische Zeilen sangen wie „Schiri, wir wissen, wo dein Auto steht“. Heute müssen sich Schiedsrichter und deren Assistenten allerhand Hässliches anhören. Verbale Rohheiten, sobald eine Entscheidung mal missfällt. Fredrik Ljungberg dürfte sich beim Gastspiel seines VfL Wolfsburg in Frankfurt mit dem Pöbeln zurückhalten. Unter der Woche versuchte sich der Schwede beim Training selbst als Linienrichter, was nicht jedem gefiel. Als Ljungberg eine Abseitsstellung übersah, zeigte ihm Philipp Wollscheid den verbalen Stinkefinger. „Fickt euch doch alle.“ Und: „Leckt mich am Arsch“, rief der Verteidiger laut Ohrenzeugen. Sehr konkrete Pläne für eine Karriere als Linienrichter soll Ljungberg nach diesem Zwischenfall sofort verworfen haben.

Wer macht weiter, immer weiter?

Traubensaft und Rindfleisch, hat Zé Roberto mal erzählt, halten ihn jung. So jung, dass der ewige Zé auch im fußballerischen Greisenalter von 42 Jahren immer noch für Palmeiras Sao Paulo kickt. Claudio Pizarro hat seinen Jungbrunnen nie verraten, unbestätigten Gerüchten zufolge soll er aber einst beim FC Bayern Sitznachbar von Oliver Kahn gewesen sein und dessen Mantra vom „weiter, immer weiter“ aus nächster Nähe empfangen haben. Danach hat Pizarro seine Karriere ausgerichtet, mindestens ein Jahr soll sie noch weiter, immer weiter gehen. In Köln wird der 38 Jahre alte Torjäger aber erst mal auf der Bank sitzen. Zur Schonung, so wird gemunkelt, für kommende Saison, wenn Werder dann in der Europa League spielt.

Wann erwischt es Darmstadt 98?

Wenn die Welt auch nur einen Funken gerecht wäre, würde Darmstadt 98 nicht absteigen. Weil der Welt aber viele Sachen am Hinterteil vorbeigehen, erst recht Gerechtigkeit, wird es die tapfere Mannschaft trotz zuletzt dreier Siege in Serie und heldenhaftem Kampf diesen Sonnabend wohl doch erwischen. Darmstadt müsste seine drei ausstehenden Spiele alle gewinnen und einer der Konkurrenz aus Hamburg, Mainz oder Wolfsburg alles verlieren. Und dann müssen die Darmstädter diesen Spieltag auch noch beim alten, neuen Meister FC Bayern antreten. Sag Welt, wie hältst du es mit der Gerechtigkeit?

Wo wird gerechnet?

Drei Spieltage noch, dann ist die Saison schon wieder Geschichte. Neun Punkte sind also noch zu vergeben, was vielerorts zu den wildesten Rechnereien führt. In Gladbach etwa wird spekuliert, dass sieben Punkte zum Einzug in den Europapokal reichen. Mainz wähnt sich mit mindestens vier Zählern gerettet, Leipzig dürfte schon ein Punkt in Berlin (wo Hertha immer mit einem Heimsieg rechnet) dem sportlichen Einzug in die Champions League sehr nahe bringen. Bundesliga, ein einziger Rechenschieber.

Und sonst?

Nur beim FC Bayern wird nicht mehr gerechnet, Meister ist man ja schon wieder. Fußball ist halt keine Mathematik.

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