Fußball : DFB-Pokal der Frauen für Turbine Potsdam

Turbine Potsdam hat eine Woche nach dem Sieg im UEFA-Cup seinen Erfolg im DFB-Pokal der Frauen wiederholt. Der Cup- Verteidiger verhinderte bei der Hitzeschlacht im Berliner Olympiastadion durch einen 3:0 (2:0)-Sieg im Finale das fünfte Double für Meister 1. FFC Frankfurt.

Berlin (28.05.2005, 19:39 Uhr) - Ausgelassen feierten die Potsdamerinnen bei Temperaturen von über 35 Grad Celsius vor rund 30 000 Zuschauern den Gewinn ihres zweiten DFB-Pokals. Im Vorjahr hatten die «Turbinen» den gleichen Gegner im Finale ebenfalls mit 3:0 bezwungen.

Nach ausgeglichener Auftakt-Viertelstunde weckte Auswahlstürmerin Birgit Prinz die Potsdamer Damen, doch freistehend scheiterte die Rekordtorschützin an Torhüterin Nadine Angerer. Nur kurze Zeit später schlug es auf der Gegenseite ein, als Conny Pohlers (23.) mit einem Lupfer ihre Bewacherin Katrin Kliehm aussteigen ließ und den Ball mit links aus 17 Metern unhaltbar versenkte.

Nur eine Minute später musste der fünfmalige Pokalgewinner 1. FFC Frankfurt einen weiteren Schock verkraften: Birgit Prinz musste mit Oberschenkel-Beschwerden den Rasen verlassen, der eigens für das Pokalfinale erst am Montag neu angepflanzt worden war. Jennifer Zietz nutzte die Phase der Erstarrung beim Gegner, spielte Renate Lingor aus und legte in den freien Raum auf Petra Wimbersky, die den Ball flach an Keeperin Marleen Wissink (34.) ins Eck zog.

Frankfurt stemmte sich auch ohne Prinz, die schon angeschlagen in die Partie gegangen war, gegen die drohende Niederlage. So prüfte die eingewechselte Sandra Albertz unmittelbar vor der Pause Potsdams Torhüterin Nadine Angerer, die ihren Heber nur mit Mühe über die Latte lenken konnte. Doch auch Potsdam beschränkte sich nicht auf das Verwalten des Vorsprungs und hatte durch Pohlers (54.), Ariane Hingst (49.) und Jennifer Zietz (71.) weitere gute Möglichkeiten. Anja Mittag machte zehn Minuten vor dem Abpfiff aus Nahdistanz nach schönem Pass der eingewechselten Brasilianerin Cristiane alles klar.

Bereits nach dem Gewinn des UEFA-Cups hatte Potsdams Trainer Bernd Schröder den Fans den erneuten Triumph im DFB-Pokal versprochen. dennoch war sein Team mit großem Respekt vor dem Gegner in die Partie gegangen. In der Meisterschaft hatte es für Potsdam mit 2:5 und 1:2 zwei Niederlagen gesetzt, so dass der Traum von der Titelverteidigung schnell ausgeträumt war.

Frankfurt-Coach Hans-Jürgen Tritschoks hatte sein Team angesichts der Potsdamer Angriffs-Stärke mit den drei Auswahlstürmerinnen Pohlers, Wimbersky und Mittag recht defensiv eingestellt. Spätestens nach dem Ausfall von Prinz wurde klar, wie sehr das Spiel des Meisters auf die überragende Torschützin ausgerichtet ist. Im Sturm fehlte häufig die Präzision beim Abschluss. Die Chance zum Anschlusstor vergab in der 90. Minute Pia Wunderlich, die einen Foulelfmeter am Potsdamer Tor vorbeischob. (Von Frank Thomas, dpa)

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