Nach dem 4:2-Sieg n.E. gegen England : Italien im Halbfinale gegen Deutschland
25.06.2012 00:06 UhrItalien also. Bundestrainer Joachim Löw musste in Danzig ein Weilchen vor dem Fernseher ausharren, bis im fernen Kiew der Gegner für das EM-Halbfinale am Donnerstag ermittelt war. Die Italiener benötigten nach dem ersten torlosen Spiel dieser Europameisterschaft noch die 30-minütige Verlängerung und das Elfmeterschießen, bis der 4:2-Sieg gegen England feststand. Vor 65.000 Zuschauern im Olympiastadion war Alessandro Diamanti der Held der Nacht mit dem entscheidenden Schuss. Aber dass Engländer im Elfmeterschießen versagen, ist ja schon lange eine liebgewonnene Tradition.
Erinnerungen werden nun wach an die Weltmeisterschaft 2006, als die Italiener im Halbfinale von Dortmund das deutsche Sommermärchen mit einem 2:0-Sieg beendeten und später auch das Finale von Berlin gewannen.
Ohnehin ist die deutsche Bilanz gegen den Halbfinalgegner von Warschau eine sehr mäßige. Bei Welt- und Europameisterschaften gab es in sieben Spielen gegen die Italiener noch keinen Sieg, aber vier Niederlagen.
Das Viertelfinale war für den viermaligen Weltmeister beinahe ein Heimspiel, und das lag nicht nur an den vielen in die Ukraine gereisten Tifosi. Auch das einheimische Publikum schlug sich auf die Seite der Italiener - das heißt, es war vor allem gegen die Engländer, weil die den Ukrainern vor ein paar Tagen beim berühmten Torklau von Donezk die letzte Chance aufs Viertelfinale genommen hatten. Die Italiener bedankten sich für die unverhoffte Unterstützung mit einem furiosen Auftakt in Person von Daniele De Rossi. Sein Schuss aus 25 Metern flog gegen den linken Pfosten.
Das Spiel zwischen England und Italien in Bildern
Im Gegenzug hätten beinahe die Engländer ein Tor vorgelegt. James Milners Pass vom rechten Flügel fand den Weg durch allerlei Abwehrbeine direkt auf den Fuß von Glen Johnson. Der weit aufgerückte Verteidiger schaffte es auch irgendwie, den Ball durch die winzige Lücke zwischen Ignazio Abate und Andrea Barzagli zu bugsieren, allerdings mit viel zu wenig Tempo, so dass Gianluigi Buffon noch Zeit hatte, den rechten Arm zur Rettung hochzureißen.















