Fußball : Hoeneß verteidigt Bayern-Gastspiel in Iran

Der FC Bayern München hält am Plan fest, zu einem Gastspiel in Iran zu reisen. "Es wäre der falsche Weg, nicht dorthin zu gehen. Mit Boykott hat man Probleme noch nie gelöst", sagte Manager Hoeneß.

München - Der Bundesliga-Spitzenreiter reist während seines Trainingslagers in Dubai (7. bis 16. Januar) für einen Tag in den Iran, um in der dortigen Hauptstadt gegen Persepolis Teheran anzutreten, den Ex-Club des iranischen Nationalspielers und Bayern-Profis Ali Karimi.

Das Bayern-Gastspiel könnte auf Kritik stoßen, nachdem es vor Weihnachten aus der Politik und dabei insbesondere seitens der Grünen Forderungen gegeben hatte, den Iran wegen antisemitischer Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad von der WM-Teilnahme auszuschließen. Das hatte der Internationale Fußball-Verband (FIFA) jedoch mit dem Verweis auf eine strikte Trennung von Politik und Sport abgelehnt. Dieses Argument führte auch Hoeneß an, der erklärte: «Ich bin dafür, dass man mit Leuten redet. Wer miteinander redet, führt keine Kriege.» Der 54-Jährige verwies zudem darauf, dass man eine Einladung des Vereins erhalten habe und nicht des Iran.

Ein anderes Testspiel während ihres Trainingsaufenthaltes in den Vereinigten Arabischen Emiraten mussten die Bayern dagegen aus ihrem Programm streichen. Nach dem Tod von Scheich Maktum bin Raschid al-Maktum, dem Herrscher des Emirats Dubai, wurde die für den 11. Januar vereinbarte Partie des deutschen Meisters gegen eine arabische Auswahl abgesagt. Neben der Partie in Teheran treffen die Bayern nun voraussichtlich nur noch am 15. Januar in Dubai auf den FC Zürich. (tso/dpa)

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