Fußball international : Die neue Macht im Osten

Ausverkauf beim FC Barcelona? Lukas Hermsmeier freut sich auf Eto’o, Iniesta und Co. in Usbekistan.

Lukas Hermsmeier

Schon mal von PFC Kuruwtschi Taschkent gehört? Der Tabellenführer der usbekischen Liga hat gerade eine interessante Verpflichtung angekündigt. Samuel Eto’o soll kommen. Das Visum ist ausgestellt, und in ein paar Wochen wird der Mann aus Kamerun seine Tore nicht mehr für den FC Barcelona schießen, sondern in Taschkent.

Laut Kuruwtschi ist der Transfer so gut wie perfekt, es müssen noch ein paar Kleinigkeiten geklärt werden. Spielt Eto’o schon in der Rückrunde für Kuruwtschi? Ist Barcelona mit 40 Millionen Euro Ablöse zufrieden? Die Personalie Eto’o soll so schnell wie möglich vom Tisch, denn Kuruwtschi hat alle Hände voll zu tun mit weiteren Transfers. Auf der Webseite werden unter der Schlagzeile „Nächste Sensation vom PFC“ bereits Eto’os Klubkollegen Xavi, Iniesta und Puyol angekündigt. Und was ist mit Ronaldinho? Schnell und athletisch soll bei Kuruwtschi gespielt werden – genau das braucht der Brasilianer, um wieder in Topform zu kommen. Spielpraxis bietet die asiatische Champions League, Kuruwtschi hat seine Gruppe souverän vor Al Ittihad aus Saudi-Arabien gewonnen. Trainer Mirjalol Kassimow geht davon aus, dass Eto’o „uns in diesem Wettbewerb helfen kann“. Dabei war der Kameruner zuletzt in Barcelona umstritten.

Aber „PFC“ steht für „Professional Football Club“. Und wer professionell arbeitet, der schaut sich eben weltweit nach Neuzugängen um. Und belässt es auch nicht bei einem. Die Usbeken haben so diskret und clever verhandelt, dass sogar Eto’os Arbeitgeber ahnungslos blieb. In Barcelona weiß man nichts von dem Deal.

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