Sport : Fußball ist ein Freiluftsport

Hellmut Krug

erklärt, wann das Dach des Stadions geschlossen werden darf Freitagnachmittag in der Commerzbank- Arena Frankfurt am Main. Die Frankfurter lassen das Dach des Stadions schließen, weil sie sich davon eine bessere Stimmung für das Spiel gegen Bielefeld erhoffen. Am Samstag lässt es Schiedsrichter Michael Weiner um elf Uhr wieder öffnen. Welche Kompetenzen hat der Schiedsrichter bei der Frage des Daches?

Dass der Schiedsrichter über das Schließen des Daches entscheiden muss, ist eine vergleichsweise neue Entwicklung. Es begann mit der Arena Auf Schalke, inzwischen sind andere Stadien hinzugekommen. Grundlage der Entscheidung ist immer, dass das Spiel ordnungsgemäß durchgeführt werden kann. Bei schlechtem Wetter kann der Schiedsrichter allein entscheiden, das Dach schließen zu lassen. Das ist in Frankfurt nicht geschehen, weil das Wetter dazu keinen Anlass gab.

Die Durchführungsbestimmungen sehen vor, dass das Dach zwischen zwölf und vier Stunden vor dem Spiel geschlossen werden muss, falls schlechte Witterungsbedingungen bereits gegeben oder zu erwarten sind. Natürlich kann der Schiedsrichter bei kurzfristig in Aussicht stehendem Unwetter das Dach auch später noch schließen lassen. Dies natürlich nur unter der Voraussetzung, dass dies technisch und unter Berücksichtigung der betrieblichen Vorschriften in der Zeit bis zum Anpfiff möglich ist.

Die Ausgangslage ist bei uns immer ein offenes Dach, da Wettbewerbsfußball bekanntlich nach wie vor im Freien stattfindet. Allerdings wird bei schlechter Witterung auch der Schiedsrichter ein Interesse daran haben, das Spiel bei geschlossenem Dach austragen zu lassen. Starker Regen oder Schneefall etwa können die Wahrnehmung des Schiedsrichters ganz erheblich beeinträchtigen und Fehler begünstigen. Zudem wird ein Spiel auf rutschigem Boden mit einem nassen Ball auch immer viel schwerer zu leiten sein.

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