Fußball : Klinsmann in Australien im Gespräch

Eigentlich sollte gestern bekannt gegeben werden, dass der Niederländer Dick Advocaat Nationaltrainer in Australien wird. Der hat aber offenbar in letzter Minute abgesagt. Nun macht der australische Verband Jürgen Klinsmann Avancen.

Klinsmann
Derzeit überall im Gespräch: Jürgen Klinsmann. -Foto: ddp

SydneyNeue Gerüchte um Jürgen Klinsmann: Der Ex-Bundestrainer ist offenbar der Wunschkandidat des australischen Fußball-Verbandes für den Trainerposten. Vor allem Interims-Coach Rob Baan wirft sich offenbar für den 43-jährigen Klinsmann ins Zeug. "Die Liste der Kandidaten ist nicht so umfangreich, denn alle Coaches mit großer Qualität stehen unter Vertrag. Deshalb sollte man auf Klinsmann achten. Er ist einer der wenigen Trainer, die frei sind und die nötige Qualifikation mitbringen", sagte Baan. "Wir wollen einen Coach mit großer Qualität, denn wir haben ein gutes Team. Wenn es länger dauern sollte, dann ist das eben so. Aber ich hoffe, dass wir jemanden finden, der im Januar anfangen kann."

Klinsmann, der in Huntington Beach in Kalifornien mit seiner Familie wohnt, war zuletzt beim FC Chelsea und bei Tottenham Hotspur als Teammanager gehandelt worden. Die beiden Premier-League-Klubs entschieden sich jedoch für andere Fußballlehrer.

Advocaat bleibt wohl bei Zenit

Zuvor hatte der Niederländer Dick Advocaat dem australischen Verband FFA eine Absage erteilt. Die FFA war bislang davon ausgegangen, dass der Trainer des neuen russischen Meisters Zenit St. Petersburg den Klub nach der Saison verlassen und die Socceroos ab Februar 2008 in der Qualifikation für die WM 2010 betreuen werde.

Wie australische Medien übereinstimmend berichten, sollte Advocaat nach dem Länderspiel der Australier am Samstag in London gegen die von Berti Vogts trainierten Nigerianer (1:0) eigentlich als Nationaltrainer vorgestellt werden. Der ehemalige niederländische Bondscoach, der in der Bundesliga vorübergehend Borussia Mönchengladbach trainierte, steht nun offenbar vor einer Vertragsverlängerung in St. Petersburg, wo er angeblich knapp 2,5 Millionen Euro pro Jahr erhalten soll. (mit sid)

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