Fußball : Lehmann verspottet die Bayern

Für Jens Lehmann ist der FC Bayern München offenbar das Feindbild Nummer eins. Die handelnden Personen würden "immer mal wieder Quatsch erzählen", sagte Lehmann.

Hamburg - In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung machte sich der Nationaltorhüter über die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters lustig. Vor allem Felix Magath bekam dabei sein Fett ab. Der Bayern-Trainer hatte behauptet, Kahn hätte bei der Weltmeisterschaft vielleicht "ein oder zwei Bälle mehr" pariert als Lehmann. Darauf angesprochen antwortete Lehmann spöttisch: "Ist der immer noch Trainer bei Bayern?"

Im monatelangen Kampf mit Kahn um die Nummer eins bei der Weltmeisterschaft war Lehmann mehrfach mit den Bayern-Verantwortlichen zusammengestoßen. Unter anderem hatte Präsident Franz Beckenbauer gelästert, Lehmann werde "wohl nie erwachsen".

In seinen Augen sei der FC Bayern zwar ein großer Klub. Es komme aber wohl vor, dass "die handelnden Personen dort immer mal wieder Quatsch erzählen." Solange Magath mit seinen Einschätzungen aber "immer so daneben liegt", brauche man die Münchner in der Champions League nicht zu fürchten, fügte der 36-jährige Keeper von Arsenal London ironisch hinzu.

Lehmann vermisst Kahn

Den englischen Traditionsclub stuft Lehmann ohnehin eine Klasse besser ein. "Erlauben Sie mir das bisschen Arroganz, weil ich selbst nichts dazu beitrage: Verglichen mit der Arsenal-Elf, in der ich im Moment spiele, wäre jede andere Mannschaft ein Rückschritt", sagte Lehmann mit Blick auf seinen auslaufenden Vertrag bei den "Gunners" im kommenden Sommer. "Andere mögen erfolgreicher sein. Aber ich kenne kein Klub-Team, dass attraktiver spielt. Ich will noch gern ein Jahr verlängern."

Derweil vermisst Lehmann seinen ehemaligen Widersacher in der DFB-Auswahl. "Oliver Kahn war ein großer Wettkämpfer. Dieser Anreiz ist erst einmal nicht mehr da." Zwar habe ihm Bundestrainer Joachim Löw das Vertrauen ausgesprochen und ihn zur "unangefochtenen Nummer eins" erklärt. Diese Aussage nehme er jedoch nicht als Garantie. "Das muss ich immer neu bestätigen." Sein nächstes Ziel sei, in der Slowakei zu gewinnen und "möglichst keinen reinzukriegen". (tso/ddp)

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