Fußball : Liverpool erster Champions-League-Finalist

Der FC Liverpool greift nach der Krone in der Fußball-Königsklasse. Eine Woche nach der Nullnummer in der ersten Begegnung setzte sich der englische Rekordmeister am Dienstagabend im Halbfinal-Rückspiel der Champions League nach großem Kampf knapp mit 1:0 gegen den favorisierten FC Chelsea durch.

Liverpool (04.05.2005, 10:23 Uhr) - und erreichte als erstes Team das Endspiel am 25. Mai in Istanbul. Liverpools Gegner wird am Mittwoch im zweiten Vorschlussrunden-Duell zwischen dem PSV Eindhoven und dem AC Mailand (Hinspiel 0:2) ermittelt.

Vor 41 216 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Anfield Road erzielte Luis Garcia (4. Minute) das umjubelte Siegtor für die Reds, die nach 1977, 1978, 1981 und 1984 zum fünften Mal den Titel bei den Landesmeistern holen können. Für Bayern Münchens Bezwinger FC Chelsea bedeutete das Aus nur drei Tage nach dem vorzeitigen Titelgewinn in England eine herbe Enttäuschung.

In der von Beginn an hart umkämpften Partie erwischten die Hausherren, bei denen der deutsche Nationalspieler Dietmar Hamann im defensiven Mittelfeld Xabi Alonso (gesperrt) vertrat, einen Auftakt nach Maß: Gleich die erste Einschussmöglichkeit brachte die Führung. Steven Gerrard hatte seinen Mitspieler Milan Baros glänzend frei gespielt, der den Ball trotz eines Fouls von Torwart Petr Cech an diesem Richtung Tor vorbeispitzeln konnte. Den Rest besorgte Garcia, der seinen fünften Treffer im laufenden Wettbewerb markierte.

Chelsea wirkte nach dem frühen Rückstand kurzzeitig geschockt, übernahm aber nach einer Viertelstunde immer mehr die Initiative, während Liverpool in die eigene Hälfte gedrängt wurde und auf Konterchancen lauerte. Torchancen blieben hüben wie drüben zunächst Mangelware. Joe Cole (24.) bot sich die Gelegenheit zum 1:1, doch er verzog frei FCL-Keeper Jerzy Dudek. Und der defensivstarke Hamann, der nach 72 Minuten entkräftet das Feld räumte, scheiterte mit einem 20-Meter-Schuss am aufmerksamen Cech (26.).

Nach Wiederanpfiff setzten die Gäste, bei denen die Offensiv- Kräfte Damian Duff und Arjen Robben (beide nicht topfit) weiterhin auf der Bank saßen, ihre Angriffsbemühungen fort. Zählbares sprang dabei aber nicht heraus. Didier Drogbas Freistoß (62.) war zu hoch angesetzt, Eidur Gudjohnsens Fernschuss ging daneben (65.), und bei Frank Lampards Freistoß reagierte Schlussmann Dudek glänzend (68.).

Chelsea-Coach José Mourinho brachte Mateja Kezman und Robben zur Verstärkung des Angriffs sowie später auch den Deutschen Robert Huth und blies mit drei Stürmern zur Attacke. Der Druck des englischen Meisters wurde immens, doch ihm lief allmählich die Zeit davon. Liverpool beschränkte sich fast nur noch auf die Verteidigung, brachte den Vorsprung jedoch mit Glück und Geschick über die Zeit. (Von Dominik Lauck, dpa)

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