Sport : Fußball-Nationalmannschaft: Mehr Typen, mehr Freude

Rudi Völler gibt dem Nachwuchs eine Chance. Beim ersten Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in diesem Jahr am 27. Februar in Paris (20.45 Uhr/live in der ARD) wird der Teamchef gegen Welt- und Europameister Frankreich voraussichtlich auf einige neue und junge Bundesligaprofis setzen. "Ich habe nicht so viele Spiele, in denen ich mal was ausprobieren kann. Deshalb möchte ich das Frankreich-Spiel eigentlich nutzen, um einige Kandidaten zu testen", sagt DFB-Teamchef Rudi Völler.

Der Schalker Aufsteiger des Jahres, Jörg Böhme, der Kölner Christian Timm, der Kaiserslauterner Miroslav Klose und der Dortmunder Christoph Metzelder dürfen sich am ehesten Hoffnung auf eine Berufung machen. "Es ist ja kein Geheimnis, dass diese Leute zu den Kandidaten gehören. Aber es gibt noch mehr Spieler, die auf unserer Liste stehen. Ich will aber keine Namen nennen, um die jungen Spieler nicht zusätzlich unter Druck zu setzen", sagte Völler. Es könnte also auch eine überraschende Nominierung unter seinen Kandidaten dabei sein. Der 90-malige Nationalspieler wird ebenso wie seine Assistenten Michael Skibbe und Erich Rutemöller sowie der Coach der Unter-21-Jährigen, Hannes Löhr, an den nächsten drei Wochenenden so viele Kandidaten wie möglich unter die Lupe nehmen.

Am 20. Februar wird Völler in Untertürkheim das Aufgebot für die Begegnung im Stadion St. Denis bekannt geben. "Bis dahin sind noch drei Bundesliga-Spieltage, da kann noch eine Menge passieren", sagt der Teamchef. Völler, der in den bislang vier Spielen unter seiner Regie in dem Hamburger Abwehrspieler Ingo Hertzsch lediglich einen Neuling eingesetzt hat, hat ein klares Anforderungsprofil: "Die Spieler müssen zum einen durch gute Leistungen in der Bundesliga oder auch in der U 21 auf sich aufmerksam gemacht haben und zudem über einen längeren Zeitraum beständig gespielt haben."

Diese Kriterien erfüllen sowohl Böhme und Klose als auch die Junioren-Nationalspieler Timm und Metzelder. "Timm gehört sicher zu den Typen, die in dieser Saison von sich reden gemacht haben. Auch Böhme hat im linken Mittelfeld der Schalker für viel Freude gesorgt", sagt der Teamchef. Allerdings bedurfte es mehrerer Nachfragen der Journalisten, um dem Teamchef diese Namen zu enlocken. Es sollten keine Versprechungen auf einen Einsatz sein. "Ich kann jetzt aber noch nicht sagen, ob in Frankreich drei oder vier neue Spieler dabei sein werden", äußerte Völler.

"Was soll ich denn machen, wenn die Spieler, die zuletzt immer dabei waren, gute Leistungen bringen?", fragt der Teamchef. Und da der Münchner Jens Jeremies, der in den vergangenen Partien verletzungsbedingt bei der Nationalmannschaft fehlte, in Frankreich ebenfalls wieder zur Mannschaft stoßen soll, ist die Zahl der freien Stellen zwangsläufig sehr eingeschränkt.

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