Fußball : Profivereine rechnen mit steigenden Einnahmen

Die Vereine im deutschen Profifußball blicken einer Studie zufolge rosigen Zeiten entgegen. Ursache dafür sind steigende Einnahmen aus TV-Geldern und Sponsorenverträgen.

Frankfurt/Main - Zudem hoffen die Manager der Bundesligaklubs auf Rückenwind nach der Fußball-Weltmeisterschaft, wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young hervorgeht.

Demzufolge schätzen Deutschlands Fußballmanager die derzeitige Situation der Branche deutlich positiver ein als noch vor einem Jahr. 76 Prozent bezeichnen demnach die derzeitige wirtschaftliche Lage ihres Klubs als gut oder sehr gut. In den beiden vorangegangen Jahren hatten nur 65 Prozent (2005) beziehungsweise 48 Prozent (2004) ein positives Urteil gefällt.

Manager rechnen mit größeren Gewinnen

Knapp 90 Prozent der befragten Manager erwarten in der am Freitag beginnenden Saison eine Steigerung ihrer Einnahmen. So rechnen allein 84 Prozent der Klubmanager mit höheren Erlösen aus Sponsorenverträgen als direkte Folge der positiven WM-Stimmung.

Steigende Einnahmen verzeichnen die Vereine der ersten und zweiten Liga der Studie zufolge auch aufgrund des ab dieser Saison geltenden neuen Medienvertrags. So steige der Erlös in der Saison 2006/07 um 42 Prozent auf 430 Millionen Euro (2005/06: 302 Millionen). Die Mehreinnahmen wollen 86 Prozent der befragten Manager in ihren Spielerkader investieren. Immerhin noch gut ein Drittel will damit auch Schulden tilgen.

Bundesliga hinkt international weiter hinterher

Bei der Vermarktung der Fernsehrechte hinkt die Bundesliga im internationalen Vergleich aber weiter hinterher. So kann die englische Premier League laut Studie in der kommenden Saison auf 710 Millionen Euro an Fernsehgeldern hoffen, in Frankreich sind es 600 Millionen Euro. Während die TV-Einnahmen in der Bundesliga in der Saison 2007/08 bei 430 Millionen Euro stagnieren würden, stiegen die Erlöse der ausländischen Konkurrenz durch eine Staffelung weiter. Die Klubs der Premier League dürften sich über eine Milliarde Euro freuen, die Vereine der französischen "Ligue 1" erhielten 650 Millionen Euro.

An der dritten Studie dieser Art hatten sich im Juli 25 der 36 Klubmanager der ersten und zweiten Liga beteiligt (2005: 17). Die Aussagekraft der Studie berücksichtigt in diesem Jahr aber nicht die teilweise hohen Schulden einzelner Klubs. So hatte die Erhebung der Wirtschaftsprüfer im vergangenen Jahr noch bemängelt, viele Klubs seien "nur unzureichend mit Eigenkapital ausgestattet".

(tso/ddp)

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