Fußball : Schlaudraff reagiert mit Einsicht auf Suspendierung

Aachens Trainer Frontzeck will mit den Streichungen zweier Spieler aus dem Kader bewirken, dass "elf Mann alles für den Club und diese Fans tun." Jan Schlaudraff zeigt sich immerhin einsichtig.

Aachen - Alemannia Aachens Trainer Michael Frontzeck hat seine Entscheidung verteidigt, die Fußball-Profis Jan Schlaudraff und Sascha Dum für den Rest der Bundesliga-Saison zu suspendieren. "Jan war in den letzten Wochen nicht präsent genug. Die Sündenbock-Theorie ist absurd", sagte Frontzeck am Donnerstag. Zuvor wurde Nationalstürmer Schlaudraff im Fachmagazin "kicker" zitiert, er fühle sich wegen der Suspendierung als Sündenbock.

Vor dem "Keller-Duell" am Samstag bei Eintracht Frankfurt waren Schlaudraff und Dum aus dem Kader gestrichen worden. Frontzeck erhofft sich dadurch eine Reaktion im Team. "Es soll die Gewissheit geben, dass in Frankfurt eine Mannschaft aufläuft, dass elf Mann alles für den Club und diese Fans tun. Jetzt bin ich sicher, dass sich das Team den Arsch aufreißt", sagte Aachens Trainer, der Dum eine ungenügende Identifizierung mit seinem Beruf vorwarf: "Es geht bei ihm um eine professionelle Einstellung, das habe ich ihm andauernd erzählen müssen."

Schlaudraff kann die Vorwürfe zum Teil verstehen. "Ich weiß selbst, dass ich mich angreifbar mache mit meiner Art zu spielen. Meine Körpersprache ist nicht die Beste", sagte der 23-Jährige in einem Interview mit dem Fachmagazin "kicker". "Ich muss daran arbeiten und versuche es auch", sagte der Stürmer, der nach dieser Saison zu Bayern München wechselt. Schlaudraff ist mit acht Toren bisher Aachens erfolgreichster Torschütze in dieser Saison.

Der zurzeit am Knie verletzte Reiner Plaßhenrich begrüßte die Entscheidung des Trainers. "Wir können nur gewinnen, wenn wir alle eng zusammenrücken", sagte der 31-Jährige. Vor dem Spiel in Frankfurt ist Frontzeck mit seiner Mannschaft in ein Trainingslager nach Bitburg gefahren. "Wir haben hier alle Ruhe der Welt, uns vernünftig auf dieses wichtige Spiel vorzubereiten", sagte Frontzeck. (tso/dpa)

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