Fußball-Symposium : Blatter lobt WM-Organisation

Fifa-Präsident Blatter und Uefa-Chef Johansson haben nach der WM nur lobende Worte für Deutschland als Organisator übrig. Blatter verteidigte zudem das System des Kartenverkaufs.

Berlin - Der Präsident des Weltfußball-Verbandes Fifa, Joseph Blatter, hat das System des Kartenverkaufs bei der WM in Deutschland gerechtfertigt. Anlässlich der Eröffnung des Internationalen Fußball-Symposiums zur Auswertung der WM sagte Blatter: "Tickets waren für jedermann erhältlich, ich nenne das freien Markt", und verteidigte damit indirekt den Schwarzhandel mit Eintrittskarten bis unmittelbar vor Spielbeginn.

Der Fifa-Präsident lobte die Organisation durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Atmosphäre während des Turniers in Deutschland. Er habe positive Reaktionen von den Vereinten Nationen, vielen Politikern und aus allen großen Ländern erhalten, berichtete der 70-Jährige. "Ich bin ein glücklicher Fifa-Präsident, wenn ich auf die 64 Spiele zurückblicke", konstatierte Blatter. Zudem freue er sich darüber, dass mehr als 30 Milliarden Zuschauer die WM-Spiele im Fernsehen verfolgt hätten.

"WM war ein Riesenerfolg"

Der Präsident der Europäischen Fußball-Union Uefa, Lennart Johansson, strich neben der guten Organisation die Zusammenarbeit mit dem deutschen Organisationskomitee heraus. "Die WM war ein Riesenerfolg", sagte Johansson und betonte, es habe praktisch keine Randale und kein Auftreten von Hooligans gegeben.

Im Mittelpunkt des Symposiums, das die Fifa erstmals gemeinsam mit der Uefa veranstaltet, steht der Gedankenaustausch der Nationaltrainer mit der technischen Studiengruppe der Fifa über die Entwicklungen bei der WM. An der Tagung, die bis Mittwoch dauert, nehmen auch Bundestrainer Joachim Löw, Co-Trainer Hans-Dieter Flick, Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff, DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und alle Nachwuchstrainer des DFB teil.

(tso/ddp)

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