Sport : Fußball-Talente als Handelsware?: Auf der Jagd nach begabten Spielern

Heute beginnt in Argentinien die Weltmeisterschaft der Fußball-Junioren, die deutsche Mannschaft trifft im ersten Vorrundenspiel gleich auf den Top-Favoriten Brasilien. Die talentiertesten Nachwuchskicker der Welt sind auf dem Rasen versammelt, die wichtigsten Manager der Welt sitzen auf der Tribüne. Es geht um millionenschwere Verträge. Immer jünger werden die Fußballer, die mit langfristigen Verträgen an große Klubs gebunden werden. Der 1. FC Köln etwa hat einem Zwölfjährigen einen Achtjahresvertrag gegeben. In den Armenvierteln von Brasilien oder Argentinien rekrutieren europäische Klubs begabte Kinder und nehmen dabei wenig Rücksicht auf seelische Schäden. Sind Fußball-Talente nur noch Ware? In Südamerika ganz sicher, und auch so mancher deutscher Klub schwimmt mit im Strom derer, die Jugendarbeit allein über das Scheckbuch definieren. Es gibt aber auch Vereine, die gegensteuern. Hertha BSC etwa geht einen seriöseren Weg. Die Berliner achten bei ihrem Nachwuchs auch auf eine gute Schulausbildung.

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