Sport : Fußball-Transfersystem: Schwarzer Tag, große Nacht

Florian Gothe (Präsident der deutschen Spielergewerkschaft VdV): "Ich bin mit dem Ergebnis in dem wesentlichen Punkt einverstanden. Das Ergebnis ist für mich ein allseits gerechtes Unentschieden. Es schadet niemandem und nutzt allen."

Laurent Denis (Sprecher der internationalen Fußball-Gewerkschaft Fifpro): "Das ist ein schwarzer Tag für den europäischen Sport. Es wurde eine neue Arbeitnehmer-Kategorie in Europa eingeführt. Fußballer genießen leider nicht den gleichen sozialen Schutz wie andere Arbeitnehmer."

Viviane Reding (EU-Kommissarin für Sport): "Das war eine große Nacht für den Fußball und den europäischen Sport."

Mario Monti (EU-Wettbewerbskommissar): "Wir brauchen die Gelbe Karte nicht mehr zu zücken. Es ist möglich, den Sport zu respektieren, ohne das Gesetz zu verletzen."

Joseph Blatter (Fifa-Präsident): "Ohne Spieler gibt es keinen Fußball, aber ohne Profi-Klubs gibt es keine Jobs im Fußball. Wir müssen die richtige Balance finden."

Dieter Hoeneß (Manager Hertha BSC): "Ich halte die Neuregelung nicht für nötig, sie ist ein Eingriff in ein funktionierendes System. Die Reglementierung der Vertragsdauer kann ich nicht nachvollziehen. Es sind alles erwachsene Menschen, die nicht an Laufzeiten gebunden sein sollten."

Karl-Heinz Rummenigge (Vizepräsident Bayern München): "Das neue Transfersystem verbessert den Status der Spieler und geht zu Lasten der Vereine."

Michael Meier (Manager Borussia Dortmund): "Ich bin gespannt, ob die Beschlüsse durch die Fifa weltweit ausgedehnt werden, ob Südamerika, Asien oder Ozeanien die gleiche Linie vertreten."

Rudi Assauer (Manager Schalke 04): "Die Altersgrenze von 28 Jahren scheint uns willkürlich gewählt worden zu sein. Für die Vereine ist es wichtig, dass nach Ablauf der Schutzfrist nach zwei oder drei Jahren eine angemessene Entschädigung bei einseitiger Kündigung durch den Spieler bezahlt wird."

Reiner Calmund (Manager Bayer Leverkusen): "Auf dieser Basis kann man aufbauen. Die Fifa muss jetzt dafür sorgen, dass das Transfersystem weitweit umgesetzt wird."

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