Fußball : Turbine gewinnt gegen Wolfsburg

Unter der Woche hatten die VfL-Fußballerinnen schon gefeiert, nach der Niederlage in Potsdam besteht immer noch nicht 100-prozentige Gewissheit: Wolfsburg muss die Meisterfete auf den kommenden Sonntag vertagen. Potsdam wahrte seine Mini-Chance auf die Champions League.

Der designierte Frauen-Fußball-Meister VfL Wolfsburg muss seine offizielle Titelfeier noch um eine Woche verschieben. Die Damen aus Niedersachsen verloren am vorletzten Bundesliga-Spieltag 0:2 (0:2) bei Turbine Potsdam und verfügen nun vor dem letzten Spieltag über einen nur noch theoretisch aufholbaren Vorsprung von drei Punkten und 24 Toren auf den 1. FFC Frankfurt, der bei Bad Neuenahr mit 1:0 (0:0) erfolgreich war. Damit kann der VfL nun erst am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Bad Neuenahr vier Jahre nach den Männern die erste Meisterschale für die Frauen offiziell in Empfang nehmen.

Potsdam wahrte mit dem Erfolg vor 3720 Zuschauern seine Chance auf die Teilnahme an der Champions League. Turbine rangiert mit 46 Zählern hinter Frankfurt (47) weiter auf Platz drei der Tabelle.
Vor den Augen von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück starteten die Potsdamerinnen motiviert und gingen durch Natasa Andonova bereits nach 15 Minuten in Führung. Die 17-jährige Pauline Bremer krönte im Karl-Liebknecht-Stadion ihre starke Partie mit dem 2:0 nach 38 Minuten, als sie nach einer Ecke per Kopf erfolgreich war.

Angesichts des nur noch rechnerisch möglichen Scheiterns hatte Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann schon vor dem Spiel von „einer komischen Situation“ gesprochen. Aber natürlich glaubt niemand mehr, dass dem VfL die Meisterschaft noch zu nehmen ist. „Wir sind Meister in Anführungsstrichen. Ich glaube nicht, dass Frankfurt gegen Bayern mit 25:0 gewinnt“, meinte Nationalspielerin Viola Odebrecht. „Die Köpfe sind leer, wir sind kaputt. Aber nächste Woche gibt es die Schale“, fügte Alexandra Popp hinzu.

Nach dem nur noch formalen Meisterakt nehmen die Wolfsburgerinnen weitere Titel ins Visier, denn in dieser Saison ist sogar das Triple möglich. Am Pfingstsonntag steht das Pokalfinale gegen Potsdam in Köln an, und am 23. Mai treffen die „Wölfinnen“ in London im Champions-League-Finale im Stadion des FC Chelsea auf den französischen Spitzenclub und Titelverteidiger Olympique Lyon. (dpa)

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