Sport : Fußball-Unfall: Tod eines Torwarts

Der Torhüter des russischen Fußballvereins ZSKA Moskau ist gestern den Kopfverletzungen erlegen, die er während eines Auswärtsspiel in der dagestanischen Hauptstadt Machatschkala am 18. August erlitten hatte. Sergej Perchun, der auch Nationaltorhüter der Ukraine war, war bei dem Match mit einem gegnerischen Spieler zusammengestoßen. Nach Angaben des russischen Fußfallverbandes lag der 23-Jährige seitdem im Koma. Nachdem es zunächst geheißen hatte, sein Zustand sei stabil, gab der Klub gestern den Hirntod des Familienvaters bekannt. Er hinterlässt seine Frau und ein Kind. Der andere Spieler, Budun Budunow von Andschi Machatschkala, erlitt bei dem Zusammenprall eine schwere Gehirnerschütterung. Er wird auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Machatschkala behandelt. Die Zeitung "Sport-Express" beschrieb seinen Zustand als ernst. Perchun soll in seiner Heimatstadt Dnjepropetrowsk in der Ukraine beerdigt werden.

Derartige Unfälle mit Todesfolgen sind im internationalen Spitzenfußball praktisch unbekannt. Wenn in der Vergangenheit Fußballer während eines Spiels zusammengebrochen und später verstorben sind, hing dies äußerst selten mit einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler zusammen. Ein bekannter Fall ist der eines 42-jährigen Amateurfußballers, der im hessischen Allendorf-Rennertehausen nach einem Zusammenprall tot zusammengebrochen war.

Andere Todesfälle im Fußball hingen meist, wie auch bei ähnlichen Fällen in anderen Sportarten, mit dem Versagen des Herz-Kreislauf-Systems zusammen. So starb im April 1998 Axel Jüptner. Der Mittelfeldspieler des FC Carl Zeiss Jena war nach dem Training im Auto aufgrund eines Herz-Kreislauf-Versagens zusammengebrochen. Jüptner konnte zwar wiederbelebt werden, verstarb aber zwei Tage später in einer Spezialklinik. Genauso plötzlich war fünf Jahre vorher der rumänische Nationalspieler Michael Klein aufgrund eines Herzversagens zusammengebrochen und verstorben. Wie Jüptner vor drei Jahren verstarb auch der Amateur-Torwart Markus Paßlack. Der Spieler von Fortuna Düsseldorf war während eines Probetrainings beim damaligen Zweitliga-Aufsteiger SSV Ulm zusammengebrochen. Er starb nach einer durch ein Blutgerinnsel ausgelösten Lungenembolie den sogenannten Sekundentod. 1998 war auch das Jahr des Todes des Eishockey-Profis Stephane Morin. Der Capitals-Spieler war im Spiel in Hannover an Herzversagen gestorben.

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