Fußball: USA verlieren erneut : Jürgen Klinsmann in der Krise

US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann kann seine Kritiker nicht beruhigen, die USA verlieren nun auch noch gegen Costa Rica. Ist der Job des Trainers in Gefahr?

Jemand, der einen Lauf hat, der sieht anders aus. Jürgen Klinsmann.
Jemand, der einen Lauf hat, der sieht anders aus. Jürgen Klinsmann.Foto: AFP/Brown

Die US-amerikanische Fußball-Nationalmannschaft steckt weiter in der Krise. Am Dienstag (Ortszeit) unterlag das Team von Trainer Jürgen Klinsmann in Harrison/New Jersey in einem Testspiel Costa Rica mit 0:1 (0:0). Es war die fünfte Niederlage in den vergangenen sechs Partien.
Drei Tage nach dem bitteren 2:3 nach Verlängerung gegen Erzrivale Mexiko im Endspiel um das Concacaf-Ticket zum Confederations Cup 2017 zeigten sich die Gastgeber lustlos und waren Costa Rica vor allem spielerisch unterlegen. Vor nur 9214 Zuschauern erzielte England-Profi Joel Campbell von Arsenal London mit einem Schuss ins äußerste linke Toreck in der 70. Minute den einzigen Treffer.

Die Kritik am System Klinsmanns war bereits nach dem 1:4 gegen Brasilien und dann besonders nach dem Scheitern gegen Mexiko groß. „Dies ist ein dunkler Tag für den US-Fußball und für Jürgen Klinsmann“, sagte der ehemalige US-Nationalspieler Alexi Lalas am Samstag. Der Analyst des TV-Senders "Fox Sports" schoss verbal scharf in Richtung des Schwaben. Man müsse sich die Dinge genau anschauen und fragen, ob sich der US-Fußball zurückbewege, so Lalas. „Ich sehe immer noch nicht das, was uns versprochen wurde, als Klinsmann seinen Job aufnahm - ein mehr auf Eigeninitiative ausgerichteter Stil.“

Unterstützung erhielt er von Eric Wynalda, der neben Lalas auf dem Experten-Stuhl saß. Der frühere Bundesliga-Profi bemängelte eine „unamerikanische Einstellung“ und „fehlende Identität“ der Mannschaft. Zuvor hatte schon US-Rekordtorjäger Landon Donovan, der vor der WM 2014 von Klinsmann aussortiert worden war, bereits den Rauswurf des früheren Bundestrainers bei einer Niederlage gefordert.

Die USA beginnen am 13. November mit der ersten Gruppenphase der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2018. Erster Gegner in St. Louis ist St. Vincent und die Grenadinen. Vier Tage später gastieren die Amerikaner in Trinidad und Tobago. (dpa)

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