Frankreich - Mexiko : 17. Juni: Mit dem grau gelockten Schicksal abfinden

Für die Franzosen geht es nach dem fußlahmen Auftakt gegen Uruguay schon um alles. Um den Gruppensieg natürlich oder zumindest darum, ein ähnlich blamables Ausscheiden wie 2002 zu verhindern.

Damals musste der amtierende Weltmeister schon nach der Vorrunde wieder nach Hause fahren. Vor allem aber spielt Frankreich in Südafrika – ob nun mit oder ohne Stürmerlegende Thierry Henry in der Anfangself – auf Bewährung, nachdem eine Mannschaft, die keine sein wollte, Fußball spielte, der keiner war. Mit einer Taktik, die sich auf zwei Spielzüge beschränkte: Lange Bälle auf Anelka und hoffen auf Ribéry. Dazu offensichtliche Eitelkeiten und ein frostiges Binnenklima.

Das Debakel gegen den Senegal löste seinerzeit eine nationale Identitätskrise aus. Bei einer Niederlage gegen die Mexikaner wird sie wohl ausbleiben. Weil sich die Franzosen offenbar mit ihrem grau gelockten Schicksal, dem Beamtenfußball Domenechs, abgefunden haben. Da sie aber zumindest auf dem Papier als Vizeweltmeister nach Südafrika gekommen ist, geht es für die Equipe Tricolore nun auch darum, das Gesicht zu wahren. Zunächst heute Abend um 20.30 Uhr gegen Mexiko. Im letzten Gruppenspiel jedenfalls geht es dann gegen den Gastgeber, für den ein Sieg gegen Frankreich die einzige Chance aufs Weiterkommen ist.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Frankreich: Lloris - Sagna, Gallas, Abidal, Evra - Toulalan, Diaby, Malouda, Ribéry - Anelka, Henry.

Mexiko: Perez - Osorio, Salcido, Marquez, Rodriguez - Aguilar, Torrado, Juarez - Dos Santos, Franco, Vela.

Schiedsrichter: Al Ghamdi (Saudi-Arabien)

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