Früher Angriff : Der erste Flitzer der WM

Ein italienischer Flitzer sorgte im Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien für den ersten Höhepunkt des Spiels. Es war allerdings nur ein kurzer Moment des Ruhms für den Antonio-Cassano-Fan.

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Lange nachdem Italiens Mannschaft schon wieder zu Hause angekommen ist, flitzt der letzte Überbliebene mit seiner Vuvuzela über das Spielfeld von Durban...Alle Bilder anzeigen
Foto: AFP
08.07.2010 00:01Lange nachdem Italiens Mannschaft schon wieder zu Hause angekommen ist, flitzt der letzte Überbliebene mit seiner Vuvuzela über...

Selbst Störenfriede tragen ihr Anliegen bei dieser Weltmeisterschaft offenbar stilecht vor. Bewaffnet mit einer roten Vuvuzela stürmte ein junger Mann in der vierten Minute des Halbfinals zwischen den Deutschen und Spanien aufs Spielfeld. Es war der erste Flitzer dieser WM-Tage von Südafrika. Und zur Feier des Tages hatte er sich sogar etwas angezogen. In blauem Shirt mit Superman-Emblem und der Aufschrift "Peace in the World" schaffte er den Sprung auf den Rasen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur ANSA handelt es sich um einen Italiener, der mit seinem beherzten Sprint dagegen protestieren wollte, dass Antonio Cassano nicht in den italienischen WM-Kader berufen worden war. Timing spielte für den Flitzer dabei offenbar keine Rolle, sind die Italiener bei dieser WM nach ihrem frühen Aus doch nicht einmal mehr eine Randerscheinung.

Dass ein Fan es überhaupt bis auf den Platz schafft, dürfte eigentlich nicht passieren. Schließlich gibt es in den WM-Arenen extra Sperrseile vor den Tribünen, in denen sich potenzielle Flitzer normalerweise verheddern. Zudem sind eigens Polizisten im Einsatz, die quasi nur aufs Publikum achten. In Trainingshosen getarnte Polizisten waren es dann auch, die sich den Pseudo-Superman schnappten und aus dem Stadion zerrten. Kaum hatte er per Vuvuzela zum Angriff geblasen, war der Herr mit der Tim-Wiese-Gedächtnis-Friseur auch schon wieder verschwunden. Frieden fand er an diesem Abend bei den Behörden sicher nicht mehr.

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