Fußball : Tickets für deutsche WM-Vorrunde sind Ladenhüter

Der Ansturm auf die WM-Tickets ist bisher ausgeblieben. In vielen Ländern gibt es nach dem Ende der dritten Verkaufsphase noch für alle Spiele Eintrittskarten - auch für die Partien der deutschen Mannschaft. Der DFB schweigt.

Seit fast einem Jahr werden Karten für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 verkauft. Die Tickets für die Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft sind offenbar wenig gefragt. Für die Vorrundenspiele gegen Australien, Ghana und Serbien wurden laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung etwa 1000 Karten geordert. Für die drei Partien stehen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) laut Fifa-Regeln rund 21.000 Karten für deutsche Fans zur Verfügung.

Am Mittwoch war der letzte Tag, an dem Fans aus dem sogenannten nationalen Ticket-Kontingent Karten kaufen konnten. Zumeist lief der Verkauf über die Internetseiten der Verbände, wie zum Beispiel beim DFB. Bei den Verbänden der 32 WM-Teilnehmer stehen den Fans aus den jeweiligen Ländern jeweils zwölf Prozent der Karten für die drei Gruppenspiele ihrer Mannschaft zu Verfügung.

Der DFB wollte sich zu den Zahlen nicht äußern. Noch stehe nicht fest, wann der Verband Zahlen nennen wird. In der ersten Verkaufsphase, vom 20. Februar bis 31. März 2009, waren für alle 64 WM-Spiele mehr als 25.000 Bestellungen aus Deutschland eingegangen. 

Das Blatt schrieb weiter, dass der englische Verband FA bekannt gab, dass für alle Spiele noch Karten verfügbar seien. Der niederländische Verband KNVB habe bisher zwei- bis dreitausend Vorrunden-Karten pro Spiel verkauft. Die Situation sei aber nicht mit vorigen Turnieren zu vergleichen. Damals wollte der Verband mehr Tickets. Beim jetzigen Verkauf bat KNVB die Fifa, die Verkaufsfrist zu verlängern.

Auch WM-Agenten auf der ganzen Welt würden die schwache Nachfrage spüren. "Sie verkaufen nicht annähernd wie erhofft in Mexiko, Japan, Frankreich, Italien, Spanien und Portugal. Nur Brasilien läuft", sagte ein Insider der Süddeutschen Zeitung.

Chef des südafrikanischen Organisationskomitees (LOC), Danny Jordan, sagte in Johannesburg: "Erstmals in der WM-Geschichte wird der Gastgeber nicht die Kartenverkaufsliste anführen. Traurigerweise ist Südafrika nicht mal unter den ersten Zehn."

Für die 64 Spiele der WM in Südafrika stehen mehr als drei Millionen Eintrittskarten zum Verkauf. Diese Tickets sind in sechs Kategorien eingeteilt, von denen vier auf dem freien Markt erhältlich sind. Zehn Prozent der Karten, das entspricht 305.809, sind in der Kategorie vier nur für Einwohner Südafrikas erhältlich. Diese Tickets kosten zwischen 13 Euro für ein Vorrundenspiel und bis zu 100 Euro fürs Finale.

Quelle: ZEIT ONLINE, dpa

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