Kamerun - Niederlande 1:2 : Dritter Sieg für Holland - Robben eingewechselt

Der Superstar des FC Bayern ist zurück auf dem Fußballplatz: Arjen Robben wurde beim ansonsten bedeutungslosen 2:1-Sieg der Holländer gegen Kamerun eingewechselt. Und demonstrierte gleich seine Klasse.

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Jetzt tanzt er wieder: Arjen Robben ist wieder am Ball. Foto: dpa
Jetzt tanzt er wieder: Arjen Robben ist wieder am Ball.Foto: dpa

17 Minuten vor Schluss wurde es so richtig laut im orange gefärbten Green Point Stadium von Kapstadt. Die niederländischen Fußballfans feierten die Einwechslung des Mannes, der ihre Mannschaft in Südafrika zum WM-Sieg schießen soll. Arjen Robben ist nach auskurierter Verletzung gerade noch rechtzeitig fit geworden. Wie wichtig der Stürmer vom FC Bayern werden kann, zeigte er gleich bei seinem ersten Kurzeinsatz. Sein Pfostenschuss öffnete dem gleichfalls eingewechselten Klaas-Jan Huntelaar das Tor zum 2:1-Siegtreffer im letzten Spiel der Vorrundengruppe E gegen Kamerun. Es war der dritte Erfolg im dritten Spiel für die Niederländer, die am Montag im Achtelfinale von Durban auf die Slowakei treffen.

Für Robben hatte Rafael van der Vaart weichen müssen, der bis dahin einer der auffälligsten Spieler des Abends und interessanterweise an Toren beider Mannschaften entscheidend beteiligt war. Beim niederländischen 1:0 spielte er zehn Minuten vor der Halbzeitpause wunderschön Doppelpass mit Robin van Persie, der sich durch die kamerunische Abwehr schlängelte und den Ball durch die Beine von Torhüter Hamidou Sukeymanou schob.

Es war das erste WM-Tor für den Stürmer vom FC Arsenal, und es hätte wahrscheinlich auch ohne das Dazutun von Robben und Huntelaar zum Sieg gereicht gegen die technisch anspruchsvollen, aber im Angriff gewohnt harmlosen Kameruner. Dann aber sprang van der Vaart bei einem Freistoß von Geremi einen Tick zu mutig aus der Mauer, wollte das Gesicht mit dem Arm schützen und wehrte auf diese Weise den Ball ab. Den fälligen Elfmeter verwandelte Samel Eto’o zum zwischenzeitlichen 1:1 (65.).

Robben brauchte danach nur acht Minuten, um seine Klasse zu demonstrieren. Auf rechts setzte er zu einem seiner typischen Sololäufe an, umkurvte Rigobert Song und zirkelte den Ball mit dem linken Fuß an den Pfosten. Huntelaar hatte keine Mühe, den Rebound zum 2:1 ins leere Tor zu drücken.

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