Kommentar : Fragt Parreira

Benedikt Voigt erklärt, warum Löws Situation schlimmer sein könnte.

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Jetzt hat auch Bundestrainer Joachim Löw seine Probleme formuliert: Zahlreiche seiner Nationalspieler sind wie Lukas Podolski außer Form oder werden wie Piotr Trochowski oder Miroslav Klose kaum eingesetzt. Und beim Testspiel gegen Malta und der anschließenden WM-Vorbereitung werden zunächst mindestens zehn Nationalspieler fehlen, weil sie mit dem Pokalfinale beschäftigt sein werden. „Die Situation ist ernst“, hat Bundestrainer Joachim Löw ob dieser Widrigkeiten festgestellt. Sie könnte aber noch ernster sein. Wie bei Carlos Parreira.

Der Trainer der südafrikanischen Nationalmannschaft hat mit seinem Team gerade das zweite von drei WM-Trainingslagern bei seinem Ausrüster in Herzogenaurach bezogen. Er könnte jetzt fragen, ob es sinnvoll ist, ein Trainingslager in Deutschland zu beziehen, wenn es bislang immer hieß, die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 finde in Südafrika statt. Carlos Parreira aber fragt den südafrikanischen Verband, ob es sinnvoll ist, folgende Sparringspartner gebucht zu haben: 1. FC Nürnberg II, SpVgg Greuther Fürth, SpVgg Unterhaching. Letztere weiß laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ noch nichts von ihrem Glück. Höhepunkt der südafrikanischen WM-Vorbereitung in Herzogenaurach wird das Spiel gegen das Fußball-Entwicklungsland China sein. Man sollte noch erwähnen, dass das als Gastgeber qualifizierte Südafrika von seiner WM-Teilnahme nicht gerade überrascht worden sein dürfte. Aber es läuft eben gerade nicht so gut im südafrikanischen Fußball-Verband – und das auch ohne Amerell und Kempter.

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