Nach dem Erfolg gegen die Griechen : Maradona: "Journalisten sollen sich bei den Spielern entschuldigen"

Diego Maradona hat nach dem souveränen Einzug seiner argentinischen Fußball-Nationalmannschaft ins WM-Achtelfinale zum verbalen Rundumschlag ausgeholt.

Maradona in Rage.
Maradona in Rage.Foto: AFP

In der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Griechenland polterte Maradona los: „Viele von Euch haben falsche Sachen gesagt. Ihr lagt falsch, sehr falsch“, sagte Maradona, dessen Auswahl längst zu den heißesten Titelanwärtern in Südafrika zählt.

Maradona bemängelte fehlenden Respekt gegenüber seinen Schützlingen. „Die Journalisten sollten sich bei den Spielern entschuldigen“, forderte Maradona. „Wir tun unsere Pflicht, wir verteidigen die Farben unseres Landes“, betonte der 49-Jährige, der im Hochgefühl des Triumphes schon nach der geschafften WM-Qualifikation seine Kritiker verbal angegriffen hatte. Für seine damaligen Beleidigungen unterhalb der Gürtellinie war Maradona sogar vom Weltverband Fifa gesperrt worden. Diesmal fiel seine Wortwahl harmloser aus.

Einmal in Rage nach dem dritten Erfolg seiner „Albiceleste“ in Südafrika, moserte Maradona auch über das Spielgerät „Jabulani“. „Dieser Ball ist unmöglich“, meckerte er. Der Ball gehe nicht dorthin, wo er hinsolle, meinte Maradona und nahm gleich andere Fußball-Legenden, von denen mancher während der WM schon verbale Fernduelle mit Maradona hatte, in die Pflicht. Uefa-Präsident Michel Platini, Pelé und Franz Beckenbauer sollten sich lieber mal mit dem Ball, anstatt mit ihm beschäftigen.

Richtig aufbrausend wurde Maradona, als er auf das Thema Fairplay und Griechenland angesprochen wurde. „Jedes Mal, wenn Messi den Ball hatte, wurde er gefoult“, wetterte Maradona mit deutlich erhobener Stimme los. Wenn man die Gelbe oder Rote Karte zeige, sei so etwas vorbei. „Sie haben aber nichts gemacht“, giftete er in Richtung des Referee-Gespanns. „Wo ist hier das famose Fairplay?“, fragte der sichtlich aufgebrachte Maradona. Nicht nur seine Mannschaft ist bei der WM in Fahrt. (dpa)

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