WM 2010 : Neuseeland jubelt über WM-Qualifikation

Zum zweiten Mal nach 1982 wird Neuseeland bei der Endrunde einer Fußball-Weltmeisterschaft dabei sein. Die "Kiwis" setzten sich im entscheidenden Playoff-Spiel gegen Bahrain durch.

Neuseeland
Die Neuseeländer haben's geschafft. -Foto: AFP

WellingtonVor der Landes-Rekordkulisse von 35.000 Zuschauern sorgte Rory Fallon am Samstag in Wellington in der 45. Minute für das „Tor des Tages“ zum 1:0 (1:0)-Sieg im Playoff-Rückspiel über Bahrain. „Ich bin sprachlos“, meinte Trainer Rick Herbert, der 1982 bei der bislang einzigen Endrunden-Teilnahme für die „All Whites“ als Spieler dabei gewesen war. Nun fehlten ihm fast die Worte: „Es ist unglaublich. Wir sind zurück. Wir sind da. Südafrika.“

Das Hinspiel gegen Bahrain war in Manama 0:0 ausgangen. Neben Fallon, der erst sein drittes Länderspiel für das Team aus der Ozeanien-Zone absolvierte, avancierte Keeper Mark Paston zum zweiten Helden. In der 51. Minute parierte er einen Foulelfmeter von Gästespieler Sayed Mohamed. „Ich habe vermutet, welchen Weg der Ball nehmen könnte und dann hatte ich ihn in meinen Händen“, meinte der Torwart: „Es ist wirklich ein bisschen surreal.“

Mit einem 1:1 wäre Bahrain erstmals zur WM-Endrunde gefahren. So aber ist Neuseeland das 24. Team, das sich für die Partien vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 in Südafrika qualifizierte.

1982 in Spanien waren neben Coach Herbert auch dessen aktueller Assistent Brian Turner dabei. Schon vor der Partie in Wellington hatte Herbert deren Bedeutung herausgestrichen. „Die Spieler müssen vor Leidenschaft brennen, das Adrenalin muss ihnen durch die Adern schießen. Sonst haben wir nicht die richtigen Leute im Kader“, hatte er gesagt. Neuseeländische Medien hatten sie zur wichtigsten Partie seit 27 Jahren erkoren.

In der Begegnung im Westpac Stadium von Wellington waren sich die beiden Teams dann allerdings ebenbürtig. Pech hatten die Gastgeber, als Chris Killen mit einem Drehschuss nur die Latte traf. Einen ersten Kopfball Fallons parierte Bahrain-Schlussmann Sayed Jaffer noch. „Ich habe gebetet, dass es nicht meine letzte Chance war“, meinte der Angreifer. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Fallon mehr Fortune. Eine Ecke von Leo Bertos bugsierte der 27-Jährige per Kopfball aus kurzer Distanz über die Linie.

In der Ozeanien-Gruppe hatte sich Neuseeland gegen Neukaledonien, Vanuatu und Fidschi durchgesetzt. Gegen Fidschi hatten die Herbert- Schützlinge jedoch auch eine bittere 0:2-Niederlage vor heimischer Kulisse kassiert. Bahrain war durch ein 0:0 und ein 2:2 gegen Saudi-Arabien in die Relegation eingezogen. (smz/dpa)

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