WM-aktuell : Spiele des Tages

Das Treffen der alten Rivalen: Deutschland will sich gegen England behaupten. Am Abend gibt es einen weiteren Leckerbissen: Argentinien trifft auf Mexiko.

Die Spieler tauschen sich vor dem dem Spiel gegen England aus.
Die Spieler tauschen sich vor dem dem Spiel gegen England aus.Foto: dpa

DEUTSCHLAND – ENGLAND

Achtelfinale, Free-State-Stadion, Bloem- fontein, 16.00 Uhr, live bei ARD und Sky, Schiedsrichter: Jorge Larrionda (Uruguay)

„Shreken Sie Deutsch!“ Der englische Boulevard setzt vor der Begegnung ganz auf das furchteinflößende Äußere von Wayne Rooney. Der stiernackige Stürmer der Engländer, der nach wie vor auf sein erstes WM-Tor wartet, soll in der deutschen Hintermannschaft Angst und Schrecken verbreiten und zum tollkühnen Helden werden . Deutschland setzt seine Hoffnungen dagegen in einen Mann, der so aussieht, als könne er keiner Fliege etwas zu leide tun. Miroslav Klose, der nach seinem Platzverweis gegen Serbien wie ein armer Sünder vom Platz schlich, kehrt zurück. Klose hat bereits elf Mal bewiesen, dass er beim wichtigsten Fußballturnier treffen kann. Fraglich bleibt, ob der Münchner, der alle Zweifler mit seinem Tor gegen Australien bereits widerlegt hatte, den zweiten Kaltstart schafft. Das Vereinigte Königreich versucht derweil, den Fluch der Vergangenheit wegzuanalysieren. Die „Sun“ bemühte sich um den Beweis, dass die Engländer die besseren Elfmeterschützen sind. Auf deutscher Seite tauchten dabei unter anderem die Quoten von Mario Gomez, Stefan Kießling und Jörg Butt auf … das erstaunliche Ergebnis: England 80 Prozent, Deutschland 79 Prozent, Shrek, lass nach!

ARGENTINIEN – MEXIKO

Achtelfinale, Soccer City, Johannesburg, 20.30 Uhr, live bei ZDF und Sky, Schiedsrichter: Roberto Rosetti (Italien)

Nur gut, dass Diego schon einmal vorsorgt. Den WM-Pokal dürfen zuerst die Spieler küssen, er selbst werde das erst zum Schluss machen. Schließlich habe er den Pokal schon gewonnen, erklärte der Trainer der Argentinier. Dass Maradona sich jetzt schon mit der Kussreihenfolge nach dem Titelgewinn auseinandersetzt, mag nicht nur auf sein gespaltenes Verhältnis zum Thema „Bescheidenheit“ zurückzuführen sein. Für einen argentinischen Erfolg spricht gegen Mexiko auch die Tatsache, dass die Mexikaner mittlerweile bekannter für ihre Heimreisen nach dem Achtelfinale sind als für ihre Burritos. Bei den letzten vier Weltmeisterschaften schieden sie jedes Mal in der Runde der letzten 16 aus.

So auch 2006, als die Argentinier das Schicksal Mexikos mit einem 2:1 nach Verlängerung besiegelten. „Wir haben eine gute Gelegenheit, das zurechtzurücken, was uns vor vier Jahren widerfahren ist“, sagt Mexikos Trainer Javier Aguirre. Bei Argentinien setzt Maradona wieder auf die zuletzt geschonten Carlos Tevez und Gonzalo Higuain. Verzichten muss er allerdings wahrscheinlich auf Walter Samuel, den Oberschenkelprobleme plagen. „Wir wollen kein Risiko eingehen. Wenn ein langer Ball kommt, musst du ihn kriegen. Du kannst keinen Ball verloren geben“, sagt Maradona.

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