WM-Qualifikation : Russland zittert nach dem 2:1 über Slowenien

Russlands Fußball-Nationalspieler schlichen nach ihrem Sieg wie begossene Pudel vom Platz, ihre unterlegenen Gegner aus Slowenien warfen dagegen euphorisch Trikots ins Publikum.

Moskau - Russlands Fußball-Nationalspieler schlichen nach ihrem Sieg wie begossene Pudel vom Platz, ihre unterlegenen Gegner aus Slowenien warfen dagegen euphorisch Trikots ins Publikum. Die knappe 1:2-Niederlage auf dem Kunstrasen des Luschniki-Stadions lässt dem Außenseiter aus Slowenien alle Chancen auf die zweite WM-Teilnahme nach 2002.

Russlands Erfolgstrainer Guus Hiddink hingegen muss im entscheidenden zweiten Play-off-Duell am Mittwoch (20.45 Uhr) in Maribor um seine vierte WM-Teilnahme in Serie mit vier verschiedenen Teams zittern.

„Das Ergebnis ist enttäuschend, jetzt wird es in Maribor schwer“, stellte der Niederländer Hiddink fest. Dabei hatte seine Mannschaft, die in der Gruppenphase hinter Deutschland Platz zwei belegt hatte, den Gegner vor 75 000 Zuschauern zeitweise klar beherrscht. Vor allem Dinijar Biljaletdinow, den Hiddink überraschend für die Anfangself nominierte, überzeugte. Nach zögerlichem Beginn leitete der Stürmer vom FC Everton mit zwei Toren den Sieg seines Teams ein. Roman Pawljutschenko und Biljaletdinow vergaben weitere Chancen.

Das sollte sich rächen: Necj Pecnik köpfte in der 87. Minute zum wichtigen Auswärtstreffer ein. „Nach dem zweiten Gegentor waren wir verwundet, aber nicht tot“, sagte Sloweniens Coach Matjaz Kek. Russlands Regierungschef Wladimir Putin, der sich vor dem Spiel optimistisch geäußert hatte, verließ kommentarlos das Stadion. Das 2:1 sei „gut, aber wenig“, titelte die russische Zeitung „Sport Express“. Sportminister Witali Mutko zeigte sich trotz des dünnen Vorsprungs zuversichtlich. Das Team sei auswärts immer für ein Tor gut, sagte er und machte ein ungewöhnliches Angebot: Falls sich das Team qualifiziere, will er nach dem Spiel eigenhändig die Trikots aller russischen Spieler waschen. dpa

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