Sport : Fußballnationalmannschaft: Asamoah bald im Team

Rudi Völler hat Gerald Asamoah eine baldige Berufung in die deutsche Fußballnationalmannschaft in Aussicht gestellt. "Die Chancen für ihn sind groß", sagte der Teamchef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) über den ghanaischen Stürmer des FC Schalke 04. Asamoah besitzt einen deutschen Pass. Für die deutsche A-2-Nationalmannschaft war er einmal zum Einsatz gekommen.

"Das ist eine große Ehre für jeden Fußballer, natürlich auch für mich", sagte Asamoah. Vor ein paar Wochen hatte er sich entschieden: Für die Wahlheimat und gegen sein Vaterland. Der in Mampong (Ghana) geborene und dem Ashanti-Stamm angehörende Stürmer, der mit zwölf Jahren nach Hannover auswanderte, will für den DFB spielen. Mit dem ersten Einsatz in der deutschen Nationalmannschaft wäre der 22-Jährige für Ghanas Auswahl verloren.

Im Test-Länderspiel gegen die Slowakei am 29. Mai in Bremen könnte es soweit sein. "Für ihn spricht, wie er als gelernter Stürmer seine Aufgabe an der Außenbahn löst. Er imponiert mir sehr", sagte Völler. Asamoahs Aufstieg vom Zweitliga-Profi bei Hannover 96 (1999) zum Leistungsträger bei Schalke 04 geht einher mit dem Aufschwung beim Bundesligaspitzenreiter aus Gelsenkirchen. Das ist seiner Vielseitigkeit zu verdanken. Gegen das Sturmduo Ebbe Sand (21 Saisontore) und Emile Mpenza (13) konnte er sich nicht durchsetzen, aber auf rechten Außenbahn verdrängte er Radek Latal. Dort hat er nun seinen Stammplatz.

In der Nationalmannschaft könnte Asamoah sogar auf seiner Wunschposition im Angriff spielen. "Es hängt von der Verfassung der anderen Spieler ab", sagte Völler. Kapitän Oliver Bierhoff (AC Mailand) steckt in der Krise, Alexander Zickler und Carsten Jancker sind beim FC Bayern nicht immer erste Wahl und Oliver Neuville (Leverkusen) konnte zuletzt nicht immer überzeugen.

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