Galatasaray Istanbul : Aufrüstung um jeden Preis

Schalkes Achtelfinal-Gegner Galatasaray Istanbul will in der Champions League angreifen und gibt Millionen für die Stars Snejder und Drogba aus. Doch das Geldausgeben birgt Risiken.

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Bald in Istanbul? Didier Drogba spielt derzeit noch mit der Elfenbeinküste beim Afrika-Cup.
Bald in Istanbul? Didier Drogba spielt derzeit noch mit der Elfenbeinküste beim Afrika-Cup.Foto: AFP

Im türkischen Fußball macht der Meister Galatasaray Istanbul mit einer Einkaufstour von sich reden, die das Land noch nicht gesehen hat. Kurz vor dem Heimspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Schalke 04 am 20. Februar verpflichtete Galatasaray nicht nur den Niederländer Wesley Sneijder, sondern auch Starstürmer Didier Drogba.

Offensichtlich lässt sich Galatasaray dabei weder von hohen Geldsummen noch von laufenden Verträgen beeindrucken. Denn auf einen solchen verweist Drogbas bisheriger Verein Schanghai Shenhua. „Der Verein ist zutiefst schockiert“, hieß es am Mittwoch auf der Homepage des Klubs, Drogba habe einen gültigen Kontrakt bis Ende 2014. Der chinesische Verein will wenige Tage nach dem Abgang von Nicolas Anelka zu Juventus Turin nicht auch noch seinen zweiten Star verlieren und droht damit, sogar den Weltverband Fifa einzuschalten.

Für Drogba ist das Kapitel China aber offenbar beendet. Der 34-jährige Drogba unterschrieb bei Galatasaray einen Vertrag über 18 Monate. „Für mich ist das der Beginn eines neuen Abenteuers“, teilte Drogba aus Südafrika mit, wo er mit der Elfenbeinküste um den Afrika-Cup kämpft.

Drogbas Entscheidung könnte auch mit der neuen Großzügigkeit bei Galatasaray zusammenhängen. Schon vor dem Doppelschlag mit dem Einkauf von Sneijder von Inter Mailand und dem früheren Chelsea-Star Drogba soll der Verein rund 40 Millionen Euro ausgegeben haben, melden türkische Medien. Die Berichterstatter schätzen, dass der Klub nun allein für Sneijder neben einer Ablösesumme von neun Millionen Euro bis zum Jahr 2016 noch einmal rund 25 Millionen Euro für das Gehalt auf den Tisch legen wird. Drogba soll in anderthalb Jahren zehn Millionen Euro Gehalt kosten – je nachdem, wie sich der Transferstreit entwickelt, könnte auch noch einmal eine Ablösesumme hinzukommen.

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