Sport : Galeere statt Traumschiff

Leverkusen müht sich zum 3:0 gegen HSV

Erik Eggers

Leverkusen - Die dunkle Ahnung hatte sich bewahrheitet. „Mir war klar, dass das heute kein Fußball vom Traumschiff geben würde“, sagte Klaus Augenthaler, der Trainer Bayer Leverkusens nach dem mühsamen 3:0 (1:0)-Sieg seines Teams gegen den HSV, „das war mehr Galeere“.

Es war harte Arbeit angesagt vor den 22 500 Zuschauern in der BayArena, und dabei litt das Niveau beträchtlich: Schlecht organisierte Abwehrreihen und Fehlpässe en masse bestimmten das Bild, Spielfluss kam nie zustande. Augenthaler war keineswegs böse mit seinen Spielern, denen die Champions-League-Partie in Kiew noch sichtlich in den Knochen steckte: „Es war ein Arbeitssieg“, sagte der 47-Jährige.

Leverkusen, das die letzten drei Pflichtspiele verloren hatte, verbesserte sich damit auf Platz 6. HSV-Coach Klaus Toppmöller hingegen muss, da der krisengeschüttelte Traditionsverein auf dem Abstiegsplatz festklebt, weiterhin um seinen Arbeitsplatz fürchten. „Ich gehe davon aus, dass wir mit Toppmöller aus dem Keller kommen“, sagte HSV-Präsident Bernd Hoffmann.

Krzynowek hatte in der zehnten Minute das 1:0 erzielt – mit einem „Super-Tor“ (Toppmöller) aus 26 Metern. „Trotz der Führung haben wir keine Sicherheit bekommen“, sagte Augenthaler, denn der offensiv ausgerichtete HSV kam zu vielen Chancen durch Mpenza, der Nowotny und Juan oft weglief. „Wenn man solche Möglichkeiten vergibt“, sagte Toppmöller, „hat man auch den Sieg nicht verdient.“

Erst das 2:0, das Juan per Kopf nach einem Freistoß von Ponte erzielte, gab dem Gastgeber dann die gewünschte Sicherheit. Das 3:0 durch Stürmer Berbatow, der ein Zuspiel Krynoweks aus kurzer Distanz zu seinem fünften Saisontreffer verwertete, besaß nur noch statistischen Charakter. Das Spiel war längst entschieden.

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