Galopprennen : Über Hoppegarten in die USA

Der Deutsch-Französische Renntag mit Nationencup ist der vorletzte Renntag der Saison auf der Galopprennbahn Hoppegarten.

von
Warten auf Kundschaft. Am Samstag wird die Rennbahn gut besucht sein. Foto: dpa
Warten auf Kundschaft. Am Samstag wird die Rennbahn gut besucht sein. Foto: dpaFoto: picture-alliance/ dpa

So manchem Jockey-Profi ist es in seiner Karriere nicht vergönnt, sich einmal in den USA in den Sattel schwingen zu dürfen. Für zwei deutsche Amateure könnte sich dieser Traum erfüllen, denn auf den Galopp-Kursen in Laurel Park und Great Meadow finden die Finalläufe des World Cup of Nations statt. Dies ist eine Teammeisterschaft mit Amateurreitern aus fünf Nationen. In Hoppegarten findet am Samstag der fünfte von sieben Renntagen statt, in der Gesamtwertung liegen die Deutschen zurzeit vorne. Ob das so bleibt, hängt auch vom Abschneiden zweier Reiterinnen in Hoppegarten ab.

Kirsten Schmitt auf dem fünfjährigen Wallach Kocham Cie und Berit Weber auf der vierjährigen Stute Nesayem werden beim Deutsch-Französischen Renntag (Start 15 Uhr) versuchen, den Vorsprung im World Cup of Nations für Deutschland zu vergrößern. Im Rennen um 16.35 Uhr wollen sie vor allem die sechs Punkte hinter ihnen liegenden Franzosen und Italiener hinter sich zu lassen. „Für mich ist Hoppegarten der Saisonhöhepunkt“, sagt Kirsten Schmitt, eine Rechtsanwaltsgehilfin aus Lebach.

Die möglichen USA-Ritte hat sie dabei aber nicht im Blick. „Im Oktober bin ich bereits in China, und überhaupt müsste ich dafür ja extra Urlaub nehmen“, sagt sie. Für Kirsten Schmitt bringt Hoppegarten in diesem Jahr den ersten Einsatz im Nationencup. Überhaupt ist sie viele Jahre nicht mehr auf dieser Bahn geritten. „Ich wollte ja auch nie Profi werden, deshalb reite ich immer nur dann, wenn ich Zeit habe.“ Mit dem vom Hoppegartener Erfolgstrainer Roland Dzubasz trainierten Kocham Cie ist ihr ein Pferd zugelost worden, das Ende August das Hauptrennen auf der Grasbahn gewinnen konnte.

Als frischer Sieger kommt auch der dreijährige Hengst Volany zu diesem vorletzten Renntag der Saison. Das von Andreas Bolte trainierte Pferd tritt im Hauptrennen gegen neun Kontrahenten an. Bereits Mitte August gewann der Areion-Sohn unter Jockey Jiri Palik im Sattel ein gleichrangiges Rennen in München und holte die auch diesmal wieder ausgelobte Siegprämie von 25 000 Euro für seinen Besitzer. „Volany ist immer etwas nervös, aber wenn der Rennverlauf stimmt, haben wir wieder eine Chance“, sagt Palik. Der Tscheche ist mit 15 Jahren in die Jockeylehre gegangen und sofort Profi geworden. 772 Siege hat er seitdem erreicht. In den USA aber ist der 37-Jährige noch nie geritten sind.

0 Kommentare

Neuester Kommentar