Galoppsport : Die Besten der Besten treffen sich in Hongkong

Am Sonntag beenden die besten Galopper der Welt ihre lange Saison. Auf Hongkongs Rennbahn Sha Tin könnte ein deutschen Pferd überraschen.

Ulrich Nickesen, Hongkong
Red Cadeaux (Mitte) triumphierte vor zwei Jahren in Hongkong.
Red Cadeaux (Mitte) triumphierte vor zwei Jahren in Hongkong.Foto: AFP

Es ist schon erstaunlich, dass die besten Galopper offenbar keine Ermüdungserscheinungen kennen. Fünfmal starten die Stars unter den Rennpferden durchschnittlich pro Jahr, reisen dabei um die ganze Welt und sollen wenigstens eins der Millionenspektakel gewinnen, sei es der „Prix Arc“ in Paris-Longchamp, der Japan Cup in Tokio, der Melbourne Cup in Australien oder an diesem Sonntag den Saisonabschluss in Hongkong auf der Rennbahn Sha Tin.

Zu diesen Ausnahmetalenten gehören die aus Frankreich angereisten Cirrud des Aigles und Flintshire sowie der in England trainierte Red Cadeaux. Sie stehen beispielhaft für den Typus des zuverlässigen, eisenharten Globetrotters, dem keine Reise zu weit und kein Rennen zu viel ist. Der achtjährige Wallach Cirrus des Aigles bestreitet im höchstdotierten Rennen, der „Hong Kong Vase“ bereits sein 60. Rennen. 21 Siege und 26 Platzierungen bei einer Gewinnsumme von knapp sieben Millionen Euro sprechen für sich. Seit März ist er mit nur wenigen Unterbrechungen im Einsatz und könnte am Sonntag auf seiner Spezialdistanz von 2000 Metern seine herausragende Karriere mit einem Sieg beenden. Nicht zuletzt die Verpflichtung des Starjockeys Christophe Soumillion, der vor zwei Wochen den Japan Cup gewann, machen ihn zu einem Mitfavoriten.

Vom gleichen Kaliber ist der auf der klassischen 2400-Meter-Distanz startende englische Gast Red Cadeaux, der seinen 48. Start absolviert. Viermal startete er im Melbourne Cup, dreimal belegte er dort den zweiten Platz. Mit acht Jahren neigt sich die Karriere des zuverlässigen Fuchswallachs ebenso wie diejenige von Cirrus des Aigles allerdings dem Ende zu.

Auch der Auftritt des zweiten französische Gastpferds wird in Hongkong mit Spannung erwartet. Der vierjährige Hengst Flintshire war dieses Jahr beim „Prix Arc“ in Paris und anschließend im „Breeders Cup“ in Los Angeles Zweiter. Auch ein deutsches Gastpferd galoppiert in Hongkong: Empoli, der von Peter Schiergen in Köln trainiert wird. Der vierjährige Sieger im „Großen Preis von Europa“ geht zwar als Außenseiter an den Start, doch angesichts der weltweiten Erfolge der deutschen Galopper während der letzten fünf Jahre sind die Chancen des deutschen Gastes auch in der Wetthochburg Hongkong nicht zu unterschätzen.

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