Sport : Ganz in Rot

Deutschland mit neuen Trikots und neuer Abwehr

Stefan Hermanns

Leipzig – Der Wetterbericht verheißt nichts Gutes für Leipzig. Auch heute Abend, wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im umgebauten Zentralstadion gegen Kamerun spielt, soll es regnen. Den deutschen Nationalspielern wird das Wetter diesmal kaum etwas anhaben können. Sie haben ein neues Trikot, das neben einer optimal abgestuften Muskelkompression laut Hersteller auch eine „ultimative Feuchtigkeitsregulierung“ gewährleistet. Zum ersten Mal seit 1938 und erst zum dritten Mal überhaupt spielen die Deutschen heute in einem Trikot, das so rot ist wie früher die Fahnen der Kommunisten. Die aggressive Farbe soll den deutschen Nationalspielern Kraft geben und den Gegner einschüchtern. Zusätzlich einschüchtern, genauer gesagt. Bundestrainer Jürgen Klinsmann will auch gegen Kamerun den Trend fortschreiben, den er seit seinem Amtsantritt im Sommer gesetzt hat. „Wir werden nach vorne spielen, offensiv ausgerichtet sein“, sagt er.

Viel mehr als die Offensive wird jedoch heute vermutlich die Defensive im Mittelpunkt des Interesses stehen. Im 750. Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft seit 1908, im ersten in Leipzig seit 1940, wird vermutlich die jüngste Abwehr in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes auf dem Platz stehen. „Es ist gut möglich, dass wir mit einer ganz jungen Abwehr starten“, sagt der Bundestrainer. Mit dem rechten Außenverteidiger Moritz Volz könnte der sechste Spieler seit Klinsmanns Amtsantritt zu seinem Debüt in der Nationalmannschaft kommen. Wenn Per Mertesacker (20 Jahre), Robert Huth (20) und Philipp Lahm (21) an seiner Seite verteidigen, könnte der 21-Jährige vom FC Fulham sogar der älteste Spieler der deutschen Viererkette sein. „Natürlich ist das ein erhöhtes Risiko“, sagt Klinsmann. „Aber wenn wir es in einem Testspiel nicht täten, würden wir etwas falsch machen.“

Deutschland - Kamerun,

live in der ARD.

SPIELBEGINN 20.40 UHR

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