Sport : Ganz unten

Lautern – 1860 München 0:1

Oliver Trust

Mancher mag die aktuelle Bundesligatabelle komisch finden, in der Pfalz aber ist niemandem nach Lachen zu Mute. Nach der 0:1-Niederlage gegen 1860 München ist schon wieder der Frust ausgebrochen. Bereits nach dem ersten Spieltag steht der 1. FC Kaiserslautern einsam am Tabellenende, und hinter dem Klubnamen prangt ein Punktestand, den es eigentlich gar nicht gibt: minus drei. Der FCK hatte wegen Verstößen gegen die Lizenzbestimmungen drei Punkte abgezogen bekommen. „Schlimmer hätte es nicht kommen können“, sagte Trainer Erik Gerets nach der Auftaktniederlage. Die Lauterer verloren nicht nur das Spiel, sondern auch drei Innenverteidiger. Als Bill Tchato (Rot wegen einer Notbremse gegen Lauth), Kapitän Aleksander Knavs mit einem Mittelhandbruch und Hany Ramzy (Knie verdreht) nicht mehr auf dem Platz standen, schaffte Markus Schroth eine Minute vor der Pause den entscheidenden Treffer. Nach einem Eckball von Weissenberger war der neue Kapitän schneller am Ball als Lauterns Stürmer Lokvenc. Für 1860 war es der erste Auftaktsieg seit sieben Jahren. „Das war wichtig, gerade, wenn man auf unser Anfangsprogramm schaut“, sagte Trainer Falko Götz.

Was sollen da erst die Lauterer sagen? Wie ein Botschafter, der bessere Zeiten verspricht, stand Steffen Freund vor den Fans und versprach: „Ich werde nächste Woche spielen und versuchen, dem FCK zu helfen.“ Der frühere Nationalspieler wurde vor drei Tagen verpflichtet. Doch Freund alleine wird es nicht richten. „Es wird jetzt ein paar Wochen länger dauern, bis wir uns stabilisieren und da unten rauskommen“, sagte Erik Gerets.

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