Sport : Garzellis Galgenfrist beendet

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Von Vincenzo Delle Donne

Caserta. Stefano Garzelli, der Kapitän des Mapei-Rennstalls und Gewinner des Giro d’Italia 2000, ist des Dopings überführt worden. Nachdem gestern auch die B-Probe des italienischen Radprofis positiv war, muss er mit einer mehrmonatigen Sperre rechnen. Garzelli wurde von der laufenden Italien-Rundfahrt ausgeschlossen. Zuvor hatte ihm Alvaro Crespi, der Manager des Radrennteams Mapei, noch eine Galgenfrist verschafft. Crespi erreichte mit einem Anruf beim Radsport-Weltverband (UCI), dass nach der Analyse der positiven Dopingprobe die Auswertung der Gegenprobe (B-Probe) auf den gestrigen Nachmittag verschoben wurde. So konnte sich Garzelli gestern noch im Rampenlicht des Giro d’Italia-Trosses sonnen. Der 28-Jährige, in dessen Urinprobe nach seinem Etappensieg in Lüttich das verbotene Mittel Probenecid gefunden wurde, hatte zuvor seine Unschuld beteuerte.

Garzellis Popularität tat der Dopingverdacht keinen Abbruch. Die Tifosi zollten ihm gestern frenetischen Beifall. Längst ist der Giro eher Kriminalstück als sportliches Highlight. So wurde bekannt, dass sich der Italiener Domenico Romano vom Giro abgesetzt hatte, weil die Polizei Ermittlungen gegen ihn begonnen hatte. Er stellte sich inzwischen. Romano und sein Landsmann Antonio Varriale waren in einem Trainingscamp gefilmt worden, als sie sich aus einem Kühlschrank mit Dopingmitteln versorgten.

Die gestrige Etappe von Tivoli nach Caserta gewann der Italiener Mario Cipollini, während Jens Heppner (Telekom) das Rosa Trikot des Führenden verteidigte.

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