Gastspiel in Iserlohn : Die Eisbären wollen an die Spitze

Die Hälfte der Hauptrunde in der DEL ist vorbei, die Berliner sind noch Tabellendritter. Doch die Eisbären sind davon überzeugt, dass sie bald ganz vorne stehen.

Claus Vetter

Die Hälfte der Hauptrundenspiele in der Deutschen Eishockey-Liga werden die Eisbären am Freitag nach der Partie bei den Iserlohn Roosters hinter sich gebracht haben. Die Zwischenbilanz vor dem 26. Spiel fällt für Manager Peter John Lee zufriedenstellend aus. „Wir sind in der Defensive stabiler geworden, im Angriff sollte etwas mehr funktionieren.“ Schließlich sei das klare Ziel, am Ende der Hauptrunde auf Platz eins zu stehen, um dann die bestmögliche Ausgangsposition für die Play-offs zu haben.

Drei Partien innerhalb von fünf Tagen haben die Eisbären nun vor sich: Nach dem Spiel in Iserlohn kommen Ingolstadt (Sonntag) und Düsseldorf (Dienstag) nach Berlin. „Wir planen, alle drei Spiele zu gewinnen“, sagt Trainer Don Jackson. Geht das Planspiel auf, dann könnten die Berliner zumindest am Zweitplatzierten Hannover vorbeiziehen, wobei Lee die Scorpions ohnehin als lästiger ansieht als Tabellenführer Frankfurt, der am Donnerstag nach lange ausgeglichenem Spiel überraschend klar 1:5 in Nürnberg verlor. 

Manager Lee hält Hannover für den stärksten Konkurrenten der Eisbären

Der Kader der Hessen ist Lees Meinung nach zu klein. „Wenn die Verletzungen bekommen, dann haben sie ein Problem“, sagt Jackson. „Hannover ist da besser besetzt, die sind sehr gefährlich.“ Immerhin haben die Niedersachsen die bisherigen zwei Saisonspiele gegen die Eisbären gewonnen.

Gegen Iserlohn sind die Berliner erst einmal angetreten und haben auswärts 5:1 gesiegt. Insofern scheinen die Chancen für Freitag gut zu sein. Allerdings war die jüngste Berliner Vorstellung außerhalb ihrer Arena mager. Das 4:5 in Duisburg hat Trainer Jackson noch gut in Erinnerung. „Ich fordere von meiner Mannschaft auswärts mehr Leidenschaft und Disziplin.“ Von Teilen seiner Mannschaft meint er wohl, denn: „Nach der Hälfte der Hauptrunde sieht ein Trainer, wer gut ist und wer noch nicht so gut ist.“ Insgesamt habe er für letzteren Punkt fünf Spieler im Auge, zwei Beispiele nennt er. „Frank Hördler hat sich in der Abwehr gut entwickelt, aber er sollte nun mehr Verantwortung übernehmen.“ Und vom laufstarken Nathan Robinson erwarte er mehr als Kontertore. „Er muss endlich mehr Defensivaufgaben übernehmen“, sagt Jackson.

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