Sport : Gebündelte Schlagkraft

Die Tennisprofis Kiefer und Schüttler proben im Doppel

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Indian Wells (dpa). Gemeinsam sind sie stark. Was Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler als Solisten beim Masters in Indian Wells nicht gelang, schafften die deutschen Tennisprofis als Doppel: Durch eine erstaunlich abgeklärte Vorstellung gewannen sie ihr Auftaktspiel gegen das WeltklasseDuo Jonas Bjorkman/Todd Woodbridge mit 7:5, 1:6, 7:5. Nach dramatischen 2:09 Stunden hatten sie das schwedisch-australische Team bezwungen. Der 31-jährige Bjorkman und der elf Monate ältere Woodbridge können auf 113 Titelgewinne im Doppel verweisen. Kiefer (26) und Schüttler (27) kommen gerade mal auf vier.

„Das ist natürlich ein Hammer“, befand Kiefer, der mit seinem Partner im nächsten Duell auf Sargsian/Zimonjic (Arminien/Serbien und Montenegro) trifft. „Wenn man solche Hochkaräter bezwingt, stärkt das auch das Selbstvertrauen“, meinte Schüttler, dessen insgesamt vierter Auftritt mit Kiefer Hoffnungen auf mehr weckt. Zum Beispiel für das Aufstiegsspiel in die Daviscup-Weltgruppe gegen Israel in Aachen zu Ostern oder für die Olympischen Spiele in Athen.

Beide Tennisprofis können sich gut vorstellen, bei diesen Ereignissen gemeinsam auf dem Court zu stehen. Über die Nominierung für den Daviscup entscheidet Teamchef Patrik Kühnen, dem außerdem der wiedergenesene Thomas Haas (Hamburg) sowie Karsten Braasch (Oberhausen) und Michael Kohlmann (Hagen) als Doppel-Varianten zur Verfügung stehen. Er wird in zwei Wochen beim Masters in Miami sein, um Kiefer und Schüttler unter die Lupe zu nehmen. Auch dort wollen die beiden im Doppel antreten.

Erstmals traten Kiefer/Schüttler im vergangenen September beim verlorenen Daviscup-Abstiegsspiel gegen Weißrussland als Team an. „Wenn wir noch etwas mehr gemeinsame Matchpraxis haben, werden es auch andere schwer haben, uns zu schlagen. Und wenn wir in Athen eine Medaille gewinnen würden, wäre das das Größte für mich“, sagt Kiefer.

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