Sport : Gedrehtes Spiel

Dem 1. FC Union gelingt durch eine starke Schlussphase ein wichtiger 3:1-Sieg über den KSC

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Elegant, und am Ende auch erfolgreich spielte der 1. FC Union, wie hier mit John Mosquera. Am Ende langte es zu einem 3:1-Sieg gegen den Karlsruher SC. Foto: dpa
Elegant, und am Ende auch erfolgreich spielte der 1. FC Union, wie hier mit John Mosquera. Am Ende langte es zu einem 3:1-Sieg...Foto: dpa

Berlin - Unter schönem Fußballwetter stellt sich der Fan sicherlich etwas anderes vor. Minus zehn Grad zeigte das Thermometer an, als Schiedsrichter Marco Fritz am gestrigen Montagabend das finale Spiel der Zweitliga-Hinrunde anpfiff. Kühl war es im Stadion An der Alten Försterei, gelinde gesagt, die Leistung des 1. FC Union gegen Karlsruher SC dürfte aber dazu beigetragen haben, dass den Anhängern der Gastgeber wenigstens ein bisschen wärmer wurde. Vor allem dank einer starken zweiten Hälfte gewannen die Köpenicker 3:1 (0:1) und setzten sich damit in der Tabelle von den Karlsruhern ab.

Ihre Laune ließen sich die Fans aber weder von der anfangs schwachen Vorstellung ihres Teams noch von der Kälte verderben – unerschrocken intonierten sie ihre Lieder. Immerhin 12 126 unermüdliche Zuschauer hatten es mehr oder weniger unfallfrei durch die vereiste Stadt in die Alte Försterei geschafft. Unter ihnen waren einige, die sich ihr Ticket für das Spiel fleißig erschippt hatten. Mehr als 400 freiwillige Helfer hatten dem Klub zuvor ja bei der Schneeräumung im Stadion geholfen – und sich damit eine Freikarte verdient. Was ihnen Union aber gerade in der ersten Halbzeit zumutete, passte nicht so ganz in die hübsche Gemeinschaftsatmosphäre.

Die Berliner probierten es mit derselben Elf, die sich zuletzt ein 0:0 bei Energie Cottbus erkämpft hatte. Die Stabilität des vergangenen Montags jedoch schien ihnen irgendwo im Schneetreiben des Wochenendes verloren gegangen zu sein – so verunsichert wirkte Union. Den Karlsruhern gelang es von Beginn an, die Mannschaft von Uwe Neuhaus empfindlich zu stören und dabei zwar nicht oft, aber zumindest gefährlich vor ihr Tor zu kommen. Scheiterte Macauley Chrisantus in der achten Minute noch per Kopf an der Querlatte, so machte es Sebastian Langkamp eine Viertelstunde später besser. Nach einer Ecke von Alexander Iaschwili drückte er den Ball ins Tor.

Nicht eine Begegnung hatte der KSC bislang in der Zweiten Liga auf fremden Platz gewonnen, und nun lag er beim direkten Tabellennachbarn in Führung. Union hingegen schaffte es anders als die Gäste nur äußerst selten überhaupt in die Nähe des gegnerischen Tores. Macchambes Younga-Mouhani vergab noch die beste Gelegenheit mit einem Schuss. Erst mit Beginn der zweiten Halbzeit und den Einwechslungen von Chinedu Ede und Halil Savran schüttelten die Köpenicker ihre Froststarre ab, vergaben jedoch insbesondere durch John Jairo Mosquera gute Möglichkeiten. Wirklich erstaunen durfte es so nicht, dass der Ausgleich nicht von einem Berliner, sondern einem Karlsruher erzielt wurde. Stefan Müller hieß der Karlsruher Eigentorschütze. Zehn Minuten vor dem Ende brachte Halil Savran den Gastgeber erstmals in Führung. Praktisch mit dem Schlusspfiff erzielte Ede sogar noch das 3:1. Der 1. FC Union kann durchaus versöhnlich in die kurze Winterpause gehen.

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