Sport : Gefeierter Torwart

Piplica überragt beim Cottbuser 2:1 gegen Bielefeld

Matthias Koch

Cottbus - Gerhard Tremmel war nach dem Abpfiff der einsamste Sieger im Stadion der Freundschaft. Der Ersatzkeeper von Energie Cottbus löste sich nach dem 2:1-Erfolg gegen Arminia Bielefeld als erster aus der Jubeltraube seiner Mannschaftskollegen am Mittelkreis. Während Tremmel schon mal in Richtung Kabine schlenderte, herzten fast alle Cottbuser Kicker und Betreuer Torwart Tomislav Piplica. Der frühere bosnische Nationalspieler genoss sichtlich diese Emotionen.

In den vergangenen Tagen hatte es erneut eine Diskussion um Piplica gegeben. Der Cottbuser Keeper drohte nach dem Fehler bei der 0:1-Niederlage in Nürnberg der Verlust des Stammplatzes. Doch Trainer Petrik Sander hatte sich mal wieder für Piplica entschieden. „Das ganze Gerede war Quatsch. Er ist unser erster Torwart und er bleibt unser erster Torwart“, sagte Energie-Kapitän Kevin McKenna, der nach seiner Knieverletzung erstmals wieder aufgeboten wurde. Trainer Sander lobte Piplica fast schon übertrieben für seine Leistung vor der Pause. „Wir haben es ihm zu verdanken, dass wir nur mit einem Treffer in Rückstand geraten sind. Das Spiel bestätigte die Entscheidung, ihn im Tor zu lassen“, sagte er.

Die Arminia bestimmte dennoch die erste Halbzeit klar. Doch mehr als die 1:0-Führung durch Petr Gabriel in der 15. Minute nach einem Eckball von Jörg Böhme sprang nicht heraus. Die Überlegenheit der seit zehn Begegnungen auf einen Sieg wartenden Ostwestfalen war so groß, dass der Großteil der 12 227 Zuschauer die Cottbuser mit Gesängen zu mehr Kampf und Einsatz aufforderten. Es half offensichtlich: Mariusz Kukielka gelang nach einem Eckball von Vlad Munteanu in der 62. Minute der Ausgleich. Bereits vier Minuten später gelang Sergiu Radu das 2:1. Bielefelds neuer Trainer Frank Geideck sagte später: „Nach den beiden Cottbuser Gegentoren war es vorbei.“ Auch weil Piplica im Cottbuser Tor keinen Fehler machte.

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