Gegen Adler Mannheim : Eisbären kämpfen sich zum Sieg

Lange ist es eng - doch am Ende schlagen die Eisbären zu: Vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena besiegt der Meister Adler Mannheim 4:2 und hat nun als Tabellenführer 13 Punkte Vorsprung.

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Berlin – Spiele zwischen den Eisbären und den Adler Mannheim sind oft hart umkämpft. Das war auch am Freitagabend nicht anders, auch wenn die Tabellenkonstellation das nicht unbedingt nahe legte. Der Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga empfing schließlich den Neunten. Trotzdem taten sich die Berliner vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften O2-World schwer und kamen nur zu einem hart erkämpften 4:2 (1:1, 1:0, 2:1)-Erfolg. Als Tabellenführer haben die Berliner nun 13 Punkte Vorsprung, denn Verfolger Düsseldorf unterlag überraschend Nürnberg 3:4.

Florian Busch hatte mal wieder seinen Auftritt gehabt. Am Donnerstag nach dem Training schaute bei den Eisbären der - selbstverständlich unangemeldete - Dopingkontrolleur vorbei. Busch, nach verweigerter Probe im März 2008 nur knapp an einer Sperre vorbeigeschrammt, wurde um seine Probe gebeten. Das fand Busch weniger gut. Er schmiss seinen Schläger in den Kabinengang fluchte laut „Bild-Zeitung“: „Nur, weil ich unterschrieben habe.“ Die Athletenvereinbarung unterschrieben habe, meinte er. Eine Vorraussetzung dafür, dass Busch wieder für das Nationalteam spielen darf.

Ob das schon bei den Olympischen Spielen in Vancouver passiert? Busch lieferte zwar am Donnerstag seine Probe ab, aber sein Verhalten davor war doch interessant. Bundestrainer Uwe Krupp, am Freitagabend in Berlin, sagte schmunzelnd: "Ich bin froh, dass er seine Probe abgegeben hat. Er ist eben sehr sensibilisiert, was das Thema angeht."

So auffällig sich Busch am Donnerstag auch verhalten hatte, am Freitag hielt sich der Stürmer über zwei Drittel lang diskret zurück. Dafür spielten seine Teamkollegen zunächst engagiert. Ein frühes Überzahltor durch Steve Walker war der Lohn dafür. Danach machten die Eisbären zu wenig aus ihren Chancen gegen die wackligen Mannheimer. In Überzahl kamen die Adler durch einen Distanzschuss von Jamie Pollock sogar zum Ausgleich.

Das zweite Drittel begann anders als das erste. Stefan Ustorf musste wegen einer Nackenverletzung passen und ohne ihren Routinier stellten sich die Eisbären oft ungeschickt an. Dafür hatten sie aber das Glück, das die Mannheimer im ersten Drittel gehabt hatten. Die Adler schossen im Wesentlichen am Berliner Tor vorbei und Constantin Braun traf in das Mannheimer Tor. Die Eisbären führten 2:1 nach 40 Spielminuten, doch nur 16 Sekunden später stand es 2:2. Diesmal hatte Colin Forbes von der statischen Berliner Abwehrarbeit profitiert.

Die in dieser Saison bislang weit hinter den eigenen Ansprüchen zurückgebliebenen Mannheimer waren danach in ihrem ersten Spiel unter ihren neuen Trainer Teal Fowler die bessere Mannschaft, aber nicht die cleverere: Drei Minuten vor dem Ende traf Denis Pederson zum 3:2 für die Eisbären – nach herrlicher Vorarbeit von Florian Busch, der dann doch noch aufgefallen war. Positiv natürlich.

Mannheim nahm schließlich Torwart Bratwaite zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Davon profitierten nur die Eisbären: Alexander Weiß gelang Sekunden vor Schluss das 4:2 - in einem ansehnlichen Spiel, wie Don Jackson fand. "Das war ein sehr gutes Spiel für die Zuschauer", sagte der Eisbären-Trainer. "Von uns war es nur im ersten und letzten Drittel gut."

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